Fertigungsprozesse

Schneller Fluss statt träger Bach: Ein Blick auf das ERP-System

| Autor / Redakteur: Hermann Stehlik * / Franz Graser

Elektronikfertiger leben von ihrer Reaktionsfähigkeit: Die Unternehmenssoftware muss die Fertiger daher in die Lage versetzen, schnell und flexibel auf Anforderungen antworten zu können. Die Automatik darf nicht zum starren Korsett werden.
Elektronikfertiger leben von ihrer Reaktionsfähigkeit: Die Unternehmenssoftware muss die Fertiger daher in die Lage versetzen, schnell und flexibel auf Anforderungen antworten zu können. Die Automatik darf nicht zum starren Korsett werden. ( © orcea david - Fotolia)

Bei Elektronikfertigern fordert das System für Enterprise Resource Planning (ERP) besondere Aufmerksamkeit: Es bestimmt den Taktschlag der Organisation von der Produktion bis zum Management.

Zeit wird immer mehr zum zentralen Erfolgsfaktor für Elektronikfertiger. Die Konsequenz: Ein kritischer Blick auf das Enterprise Resource Planning (ERP) als System der Prozesssteuerung und Wertschöpfung könnte sich lohnen. Ist die existierende Lösung aktuellen Anforderungen an Reaktionsfähigkeit und Geschwindigkeit noch gewachsen?

Vielfach wohl nicht: Eine globale ERP-Studie von Epicor [1], an der mehr als 1.500 ERP-Anwender – überwiegend aus der Fertigungsindustrie – teilnahmen, zeigt: 80 Prozent der Befragten bejahten zwar, dass ERP für ihr Unternehmen unverzichtbar ist. Aber rund die Hälfte bewertete die Leistung ihres aktuellen ERP-Systems nur als „adäquat“ oder „Basis-Leistung“. Das heißt, dass sie mit der Rendite nicht zufrieden waren, die sie durch die Investition in das ERP-System erzielt hatten.

Für höhere Reaktionsfähigkeit zählt deshalb nicht nur die ERP-Funktionalität, sondern auch die Technik, die dahinter steht. Oft zeigt erst ein Blick hinter die Kulissen, ob eine Lösung die nötigen Stellschrauben bietet, um messbar schneller auf Kunden, Marktchancen oder Engpässe reagieren zu können. Aus ERP-Projekten für Elektronikfertiger hat Epicor daher neun Anforderungen identifiziert, die Betriebe beschleunigen:

Auf Daten zugreifen statt warten: Der Zugriff auf relevante Daten muss kontinuierlich gewährleistet sein. Individuelle Suchabfragen, sogenannte Business Activity Queries (BAQ), über das gesamte ERP-System hinweg unterstützen dabei, Berichte automatisiert zu erstellen, Suchen zu beschleunigen oder Ergebnisse über Dashboards zu visualisieren – entscheidende Aspekte, um beschleunigt besserte Entscheidungen treffen zu können.

Wissen statt schätzen: Wenn das ERP-System auf einem zentralen Datenmanagement basiert, spielt integriertes Business Intelligence seine Stärken aus. Die Analyse von Echtzeitdaten aus allen Unternehmensbereichen erleichtert es, etwa den Wertbeitrag von Prozessen zu messen, Engpässe und Schwachstellen aufzudecken oder Maßnahmen mit allen Abhängigkeiten zu beurteilen. Chancen und Risiken von Optimierungen oder Kostensenkungen lassen sich detaillierter kalkulieren und planen.

Grafik statt Tabellen: Dashboards sind ein komfortabler Weg für Anwender, Ergebnisse aus Abfragen oder BAQ sowie Datenanalysen durch die grafische Visualisierung einfacher zu erfassen. Damit unterstützen Dashboards die persönliche Produktivität im Alltag und beschleunigen die Entscheidungsfindung.

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43419999 / Elektronikfertigung)