CCIX Consortium

Schneller Datenaustausch über diverse Architekturen hinweg

| Autor: Sebastian Gerstl

Für ein gemeinsames, schnelleres und offenes Framework: Die Firmen ARM, AMD, Huawei, IBM, Qualcomm, Mellanox und Xilinx arbeiten in dem Projekt Cache Coherent Interconnect for Accelerators (CCIX) erstmals an einer einheitlichen Interconnect-Spezifikation für effizientes, heterogenes und Architektur-übergreifendes Computing in anspruchsvollen Datencenter-Anwendungen.
Für ein gemeinsames, schnelleres und offenes Framework: Die Firmen ARM, AMD, Huawei, IBM, Qualcomm, Mellanox und Xilinx arbeiten in dem Projekt Cache Coherent Interconnect for Accelerators (CCIX) erstmals an einer einheitlichen Interconnect-Spezifikation für effizientes, heterogenes und Architektur-übergreifendes Computing in anspruchsvollen Datencenter-Anwendungen. (Bild: CCIX Consortium)

ARM, AMD, Huawei, IBM, Qualcomm, Mellanox und Xilinx schließen sich in einem Konsortium zusammen, um ein offenes High-Performance Acceleration Framework für Datenzentren zu schaffen. Das „Cache Coherent Interconnect for Accelerators (CCIX)“ soll sicherstellen, dass Bausteine mit unterschiedlichen Befehlssatz-Architekturen (ISA) auf kohärente Weise Daten mit Acceleratoren austauschen und effizientes heterogenes Computing ermöglichen.

Erstmals in der Industrie soll damit eine einheitliche Spezifikation für elektronische Verbindungstechnologie zur Verfügung stehen die gewährleistet, dass Prozessoren, die mit unterschiedlichen Befehlssatzarchitekturen arbeiten, Daten kohärent mit Hardwarebeschleunigern austauschen und somit effizientes, heterogenes Computing gewährleisten können. Dies würde die Recheneffizienz von Servern, die mit der erfahrungsgemäß hohen Auslastung von Datencentern zurechtkommen müssen, erheblich verbessern.

Beschleuniger für Anwendungen sind in den letzten Jahren durch zunehmende Leistungs- und Platzbeschränkungen zur Voraussetzung geworden. Typische Datencenteraufgaben wie Big-Data-Analysen, Such-Algorithmen, maschinelles Lernen, Network Functions Virtualization (NFV; Virtualisierung von Netzwerken) oder Wireless 4G/5G-Anwendungen profitieren stark von Engines, die in der Lage sind, Daten möglichst nahtlos durch die unterschiedlichen Komponenten eines systems zu schleusen.

Das CCIX-Framework (Cache Coherent Interconnect for Accelerators) soll diesen Komponenten erlauben, auf Daten zuzugreifen und diese zu verarbeiten, unabhängig davon wo diese Daten sitzen und ohne komplexe Programmierumgebungen zu benötigen. Die Aufgabe besteht nicht nur darin, diese Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen CPU-Architekturen zu bewältigen: Das CCIX-Konsortium hat sich zur Aufgabe gemacht, den Austausch von Daten auch zwischen unterschiedlichen Implementierungen von Prozessoren, FPGAs, GPUs und anwendungsspezifischen Netzwerk-Chips zu ermöglichen. Dies würde die Softwareentwicklung für Datencenter-Anwendungen enorm vereinfachen und bestehende Server-Systeme entlasten.

„Eine Architektur, die auf alles passt, ist kein Ansatz für die Anforderungen von Datenzentren, der die geforderte Performance und Effizienz bereitstellt”, sagte Lakshmi Mandyam, Director of Server Systems and Ecosystems bei ARM. „CCIX ermöglicht besser optimierte Lösungen durch vereinfachte Software-Entwicklung und den Einsatz von Applikationen, die von spezialisierten Verarbeitungsroutinen und Hardware-Auslagerung profitieren. Damit bringt CCIX den Nutzern von Datenzentren einen Zuwachs an Performance und Wert.”

CCIX nutzt die bestehende Server-Interconnect-Infrastruktur und bietet höhere Bandbreiten, geringere Latenz und einen Cache-kohärenten Zugriff auf geteilte Speicher-Ressourcen”, sagte Gaurav Singh, Vice President für Architektur bei Xilinx. „Das Ergebnis ist eine signifikante Verbesserung beim Einsatz von Acceleratoren, sowie der gesamten Performance und Effizienz von Daten-Center Plattformen.”

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite des CCIX-Konsortiums.

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