Machine Vision-Komplettsystem Schnelle Qualitätskontrolle mit Edge Computing

Von Gerd Kucera

Inline, Stand-alone oder mobil ist das autonome Machine-Vision-System auf KI-Basis als Edge Device universell für die Qualitätskontrolle in Echtzeit einsetzbar.

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Inspekto lädt zum zum Testen seines KI-gesteuerten Bildverarbeitungssystems S70 ein. Besucher der Messe all about automation können eigene Teile mitbringen (Stand 510, Halle B1).
Inspekto lädt zum zum Testen seines KI-gesteuerten Bildverarbeitungssystems S70 ein. Besucher der Messe all about automation können eigene Teile mitbringen (Stand 510, Halle B1).
(Bild: Inspekto)

Die Cloud ist Dreh- und Angelpunkt des IIoT, über das Sensoren, Aktoren, Steuerungen und andere Geräte ihre Daten übermitteln. Das Aufrechterhalten der dazu nötigen Internetverbindung kann für kleine Systeme, etwa verteilte IBV-Lösungen, technisch schwierig sein. Ihr intensiver Datenverkehr in Echtzeitanwendungen belastet Netzwerke mitunter stark. Das führt zu unerwünschten Latenzzeiten.

Oft ist es nicht nötig Daten in die Cloud zu schicken, um anschließend die Antworten wieder in das lokale Netzwerk zu übertragen. Aufgrund dieser Tatsache entstand das Edge Computing, die Datenverarbeitung am Rand des eigenen Firmen-Netzwerks am Ort der Datenquelle. Berechnungen werden also vor Ort vorgenommen, wo die Daten entstehen. Insbesondere in Anwendungen mit hohem Echtzeitbedarf sind damit schnellere Datenanalysen beispielsweise in der Qualitätskontrolle, dem angestammten Bereich der IBV, möglich.

Das System S70 von Inspekto ist ein solches Edge-IBV-System; der Hersteller spricht von einem autonomen Machine-Vision-System. Als universelle IBV-Lösung könne es eine breite Palette von Teilen prüfen, ist nicht nur auf das Produkt beschränkt, für das es eingerichtet wurde.

Im Komplettsystem mit Optik und Beleuchtung kommt eine Kombination aus drei KI-Modulen zum Einsatz. Darüber wird das elektro-optische System autonom so eingestellt, dass es automatisch fokussiert und das bestmögliche Bild des zu prüfenden Objekts ermittelt und aufnimmt. Damit lassen sich laut Inspekto auch kritische Teile aus stark reflektierenden Materialien (Metalle und glänzenden Kunststoffen) zuverlässig inspizieren. Außerdem entfalle das Erstellen maßgeschneiderter Projekte durch externe Experten. S70 eigne sich auch für das Prüfen komplexer Teile in der Qualitätssicherung von Leiterplatten.

Die Inspektionszykluszeit beträgt laut Datenblatt etwa 300 ms, abhängig von Bilderfassungsmethode, Triggermethode und anderen Faktoren. Betriebssystem ist Linux (Ubuntu). Der Netzwerkanschluß ist Ethernet/WiFi mit Schnittstellen zu Profinet, Ethernet/IP, TCP/IP, Digital-I/Os sowie diskreten I/Os. Die Anzahl der auf einem einzelnen S70-System (mit Modul Inspekto TYPES) unterstützten Inspektionsprofile wird mit unbegrenzt angegeben. Die Objektgeschwindigkeit darf laut Datenblatt (stationär/kontinuierlich) maximal 0,75 m/s betragen.

S70 Gen 2.0 wird auf der kommenden Fachmesse all about automation 2022 (5. und 6. 4.22 in Friedrichshafen) mit neuer Software vorgestellt, integriert in einen Cobot.

Über Inspekto: Das deutsch-israelische Inspekto-Team ist Entwickler und Anbieter eines nach eigenen Angaben disruptiven autonomen Bildverarbeitungssystems, das QS-Herausforderungen ohne kostspielige und zeitaufwändige Integration lösen könne. Der Hersteller habe jahrzehntelange Erfahrung in der Bildverarbeitung und KI-Forschung und wird durch Investoren unterstützt.

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