Referenzschaltungen

Schaltungsentwürfe auf Herz und Nieren geprüft

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Circuit Notes beschreiben die Referenzschaltungen

Über Circuits Notes werden die vorgestellten Referenzschaltungen beschrieben. Alle vorgestellten Lösungen sind unter Laborbedingungen aufgebaut, getestet und die Testbedingungen der „Circuits from the Lab“-Schaltungen entsprechend dokumentiert worden. So können die Leistungsdaten auch durch den Ingenieur nachvollzogen werden. Die Dokumentation der Schaltung wird in einer „Circuit Note“ (Bild 4) präsentiert, die entweder von der Library Page oder der Produktseite zu erreichen ist, hier als Beispiel die CN0312 „Loop Powered Thermocouple Measurement System“.

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Die „Circuit Note“ verweist zuerst auf die verwendeten Produkte, damit der Entwickler schnell auf die Datenblätter der einzelnen Bauteile zugreifen oder auch Muster für den Block bestellen kann. Sie fokussiert anschließend auf die technischen Details des Schaltungsvorschlags. Der Abschnitt „Circuit Function and Benefit“ beschreibt die Schaltungsidee detailliert und welcher besondere Nutzen durch die Verwendung der Schaltung erreicht wird. Hier werden technische Rahmenbedingungen erklärt aber auch anwendungsspezifische Hinweise gegeben, die zur speziellen Produktauswahl beigetragen haben. Eigenschaften der Schaltung, wie z.B. hohe Genauigkeit, hohe Geschwindigkeit, niedriges Rauschen, geringe Verzerrungen oder hohe Effizienz werden entsprechend erläutert.

Funktion der Schaltung im Detail erläutert

Das Blockdiagramm zeigt die Verbindung zwischen den verwendeten Bauteilen und gibt auch benötigte passive Komponenten mit deren Dimensionierung an. In dem Abschnitt der „Circuit Description“ wird die Funktion der Schaltung im Detail erläutert und welche Formeln für die Berechnung der Werte genutzt wurden.

Wenn erforderlich, werden Hinweise zu erlaubten Toleranzen von passiven Elementen gegeben, damit die Schaltung auch die benötigte Präzision aufweist. Wichtige Messpunkte werden erläutert und Messergebnisse in Tabellen zusammengefasst, damit die Überprüfung im Zielsystem vereinfacht wird. Je nach Komplexität des Systems werden aufgenommene Messkurven eingefügt. Abschließend erhält der Entwickler in vielen Fällen auch Hinweise zum Layout, damit bei der Übernahme des Vorschlags Risiken minimiert werden können.

Der letzte Abschnitt der „Circuit Note“ ist den „Common Variations“ gewidmet und diskutiert den Einsatz möglicher Alternativen von Bauteilvorschlägen, die ebenfalls in der Schaltung verwendet werden können, falls vom Entwickler andere oder geringere Anforderungen gewünscht werden. Durch sofort verfügbare Evaluationsmodule kann sich der Entwicklungsingenieur die Referenzschaltung in sein Labor holen und direkt ausprobieren und in sein System integrieren.

Die vorgestellten Schaltungen werden von Kunden gern angenommen, da es die Auswahl der richtigen Bauteile für die Applikation vereinfacht und mit geringem Aufwand in die eigene Schaltung übernommen werden kann. Die Bauteilauswahl erfolgt nicht über rein parametrische Daten sondern durch einen erfahrenen Applikationsingenieur. So wird das Risiko erheblich minimiert, zumal die Vorschläge entsprechend aufgebaut und geprüft wurden.

ADI wird das Programm weiter ausbauen und ebenfalls für andere Segmente adaptieren. Aktive Entwicklungsunterstützung durch Referenzschaltungen ist auf den Webseiten der Firma schnell zu finden und einfach in eigene Systeme zu übernehmen.

Unter der Rubrik Lernen präsentiert ELEKTRONIKPRAXIS ausgewählte Referenzschaltungen von Analog Devices als sogenannte Schaltungstipps in deutscher Übersetzung. //

* * Stefan Hacker ist Director of Engineering, Marketing & Core Markets bei Analog Devices in München.

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