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Schaltschrankbau: Initiative „Smart Cabinet Building“ gegründet

Redakteur: Kristin Rinortner

Weidmüller, Komax, Zuken und Armbruster Engineering gründen die Initiative „Smart Cabinet Building“, um den Schaltschrankbau zu optimieren. Ziel ist es, ganzheitliche Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Schaltschrankbau bereitzustellen.

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SMART CABINET BUILDING: Das Ziel der Vereinigung ist es, durch die Vernetzung von Technologie und Expertise über alle Prozessschritte ganzheitliche Lösungen für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen im Schaltschrankbau bereitzustellen.
SMART CABINET BUILDING: Das Ziel der Vereinigung ist es, durch die Vernetzung von Technologie und Expertise über alle Prozessschritte ganzheitliche Lösungen für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen im Schaltschrankbau bereitzustellen.
(Bild: Weidmüller)

Gemeinsam mit maßgeschneiderten, durchgängigen Lösungen die Potentiale durch die Digitalisierung im Schaltschrankbau heben: Dafür haben die Unternehmen Weidmüller, Komax, Zuken und Armbruster Engineering im April die Initiative „Smart Cabinet Building“ gegründet.

Bei den Unternehmen handelt es sich um Technologieführer in verschiedenen Bereichen des Schaltschrankbaus, welche ihre Kompetenzen und ihr Knowhow nun erstmals bündeln. „Das Ziel ist es, durch die Vernetzung von Technologie und Expertise über alle Prozessschritte ganzheitliche Lösungen für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen im Schaltschrankbau bereitzustellen“, verdeutlicht Volker Bibelhausen, Technologievorstand und Vorstandssprecher bei Weidmüller.

Wertschöpfungsprozess ganzheitlich betrachtet

Die Digitalisierung bietet viele Hebel, um die Produktionsabläufe zu optimieren. Eine Steigerung der Produktivität gelingt jedoch nur, wenn man die einzelnen Aspekte des Wertschöpfungsprozesses ganzheitlich betrachtet. Nutzt man die vorhandenen Optimierungspotenziale, die in den Schnittstellen zwischen den einzelnen Prozessschritten liegen, lassen sich enorme Effizienzsteigerungen erzielen.

„Gerade der Schaltschrankbau, mit seinem heute noch hohen Anteil manueller Tätigkeiten, bietet hier sehr erfolgsversprechende Ansätze. Dies reicht von der Komponentenauswahl über die Vorfertigung von Kabelsätzen, Betriebsmitteln und Gehäusen bis hin zur assistierten Endmontage und Prüfung vor der Inbetriebnahme“, erklärt Matijas Meyer, CEO der Komax Gruppe.

Expertisen der Unternehmen ergänzen sich hervorragend

Bild 1: Von der Komponentenauswahl über die Vorfertigung von Kabelsätzen, Betriebsmitteln und Gehäusen bis hin zur assistierten Endmontage und Prüfung vor der Inbetriebnahme decken die Partner das komplette Angebot ab.
Bild 1: Von der Komponentenauswahl über die Vorfertigung von Kabelsätzen, Betriebsmitteln und Gehäusen bis hin zur assistierten Endmontage und Prüfung vor der Inbetriebnahme decken die Partner das komplette Angebot ab.
(Bild: Weidmüller)

Weidmüller steuert in diesem Zusammenhang seine Expertise in der automatischen Bestückung und Beschriftung von Klemmleisten sowie manuellen Tätigkeiten ein. Zuken bringt seine Kompetenzen für digitale Entwicklungsdaten ein, die für die automatische Verarbeitung bereitgestellt und auf Komax-Maschinen für die vollautomatische Kabelkonfektion genutzt werden, während Armbruster Engineering die Initiative mit seinem langjährigen Knowhow in der assistierten Montage ergänzt.

Zusammenspiel von Produkt, Prozess und Produktionsmittel

„Der Schaltschrankbau befindet sich in einem ausgeprägten Spannungsfeld: Eine kaum überblickbare Anzahl an technischen Ausprägungen bei schnelllebigen Kundenanforderungen, hoher Kosten- und Preisdruck bei engen Terminvorgaben. Das kann nur gelingen, wenn man die Möglichkeiten der Automatisierung und Digitalisierung in ein perfektes Zusammenspiel von Produkt, Prozess und Produktionsmittel überführt“, erklärt Henning Vogler, Geschäftsführer bei Armbruster Engineering.

Gerade die Kombination von vollautomatisierten Lösungen und digitalen Assistenzsystemen, welche den Mitarbeiter bei der manuellen Montage führen und die eingesetzten Werkzeuge steuern und überwachen, seien dabei in der Praxis zentraler Erfolgsfaktor, so Vogler weiter.

Der digitale Zwilling als Basis

Die Basis für eine Vernetzung der Prozessschritte bildet der digitale Zwilling, eine vollständige digitale Beschreibung des Schaltschranks und seiner Komponenten, die für die Steuerung der verschiedenen Prozessschritte genutzt werden kann. Joachim Frank, Geschäftsführer von Zuken E3, kommentiert: „Durch die gezielte Zusammenarbeit in der Initiative ‚Smart Cabinet Building‘ wollen wir unseren Beitrag leisten, um ausgehend vom digitalen Zwilling substanzielle Optimierungspotenziale im Schaltschrankbau zu erschließen.“

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