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Schärfentiefe und Detailgenauigkeit auf höchstem Niveau

| Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Beim Inspizieren mit sehr hohen Höhenunterschieden ist es ohne Focus-Stacking quasi nicht möglich, alle Bildbereiche gleich scharf abzubilden. Man müsste sich daher entscheiden, ob man den Fokus eher auf die hohen Bereiche oder auf die tiefer liegenden Bereiche (z.B. kleine Bauelemente) einstellt.

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Das Focus-Stacking-Verfahren ermöglicht die Erstellung von Aufnahmen, in denen sowohl nahe als auch weiter entfernte Bildbereiche gleich scharf abgebildet sind.
Das Focus-Stacking-Verfahren ermöglicht die Erstellung von Aufnahmen, in denen sowohl nahe als auch weiter entfernte Bildbereiche gleich scharf abgebildet sind.
(Bild: Inspectis)

Das Focus-Stacking-Verfahren ermöglicht die Erstellung von Aufnahmen, in denen sowohl nahe als auch weiter entfernte Bildbereiche gleich scharf abgebildet sind. Dafür wird von der entsprechenden Szenerie zunächst eine Serie von Bildern aufgenommen, bei denen die Fokussierung jeweils leicht verändert wurde, so dass sich die einzelnen Bilder ausschließlich in ihrer Schärfelage unterscheiden. Bei der anschließenden Montage werden von der Spezialsoftware ProX die jeweils schärfsten Bereiche der Bilder zusammengefügt.

Davor muss noch eine Bildtransformation zur bestmöglichen Überlagerung der Bilder durchgeführt werden. All diese Verrechnungsschritte erfolgen automatisch im Hintergrund, so dass jeder Anwender diese Funktion auch ohne Vorkenntnisse einfach und bequem nutzen kann. Mit der ProX-Software können Bilderserien aus 6 bis 22 Einzelbildern unterschiedlicher Fokussierung erstellt und zu einem gleichmäßig scharfen Bild zusammengefügt werden.

Neben einem automatischen Modus, der die Kamera steuert und die Fokussierungsschritte selbst festlegt, steht dem Anwender auch ein manueller Modus zur Verfügung. Dieser kann für größere Objekte mit geringer Vergrößerung die bessere Wahl sein. Außerdem gibt es einen erweiterten Modus, mit dem man Details bearbeiten und verschiedene Arten von Bildrauschen herausfiltern kann.

Eine weitere sehr nützliche Funktion, die man mit Bestellung der ProX-Software erhält, ist die Bildvergleichs-Funktion. Damit kann der Anwender zwischen einem Live-Bild und einem gespeicherten Referenzbild hin- und herschalten. Für die Ausführung der Überblendung stehen verschiedene Einstellmöglichkeiten zur Auswahl. So ist neben einem manuellen Bildwechsel auch ein selbstständig ablaufender Bildwechsel-Modus mit einer frei wählbaren Intervallgeschwindigkeit verfügbar. Der Übergang zwischen den Bildern kann je nach Wunsch des Anwenders sowohl hart als auch weich (z.B. mittels allmählich veränderlicher Transparenz) erfolgen. Auf diese Weise fallen Fehler wie falsch platzierte oder fehlende Bauteile schnell ins Auge.

Inspectis bietet für seine Systeme eine umfangreiche Palette von Zubehörartikeln wie Beleuchtungen, Polarisationsfilter, Stative, Bedienpanels, Zusatzlinsen und Mikroskop-Tische an. Sehr beliebt ist auch die Variante mit erweitertem Arbeitsabstand zwischen Kamera und Objekt (500 oder 1000mm). Damit erhält der Anwender einen freien und übersichtlichen Arbeitsbereich für die Nachbearbeitung bzw. Reparatur von Leiterplatten und kann diese gleichzeitig auf dem Monitor sehen. So arbeitet er bequem in einer ergonomischen Haltung, die im Vergleich zu herkömmlichen Mikroskopen die Augen, den Nacken sowie die Schultern schont und entlastet.

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