Optische Steckverbinder „Sauber bleiben“ heißt die Devise bei Faseroptiken

Autor / Redakteur: Mathias Ohsiek * / Kristin Rinortner

Glasfaserkabel sind Standard für hohe Datenraten und Distanzen. Die größten Probleme für einen optischen Steckverbinder stellen Schmutz und Beschädigungen der Kontaktflächen zum Transceiver dar.

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Optische Steckverbinder: Im Bergbau, sowohl Übertage als auch Untertage, kann der PushPull-Steckverbinder seinen Schutz der optischen Kontakte und seine Robustheit voll ausspielen.
Optische Steckverbinder: Im Bergbau, sowohl Übertage als auch Untertage, kann der PushPull-Steckverbinder seinen Schutz der optischen Kontakte und seine Robustheit voll ausspielen.
(Bild: Thinkstock © 545648584)

In Applikationen, in denen Daten größere Entfernungen überbrücken müssen, sind Glasfaserkabel das Mittel der Wahl. Sei es im Bereich der Telekommunikation oder der kameragestützten Überwachung von weitläufigen Arealen der Prozessindustrie. Übertragungsraten von mehr als 10 GBit/s oder Entfernungen, die 100 m deutlich übersteigen, machen die Wahl von Lichtwellenleitern unumgänglich. Entsprechende Kabel sind ihren Pendants aus Kupfer unter diesen Aspekten deutlich überlegen.

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Doch jede Medaille hat bekanntlich eine Kehrseite. Die Nutzung von Faseroptik bringt neue Herausforderungen mit sich, die selbst erfahrene Anwender der elektrischen Datenübertragung so noch nicht kennen.

An den Übertragungsstellen ist stets ein Transceiver notwendig, der das optische in ein elektrisches Signal überführt. Dazu muss das optische Signal jedoch erst aus der Faser des Kabels in den Transceiver.

Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Kontaktstelle, die aus zwei geschliffenen Glaskörpern besteht. Sie muss exakt aufeinander gepresst werden, um das optische Signal mit möglichst geringer Dämpfung zu übertragen. Ist dieser Kontakt nicht dauerhaft mit leichtem Druck kontaktiert, oder kommen Verunreinigungen oder Beschädigungen der polierten Glasoberflächen ins Spiel, ist das Signal schnell unbrauchbar.

Oberstes Ziel muss es also sein, die Kabel des Steckverbinders als potenzielle, offene Verbindungsstelle vor Verunreinigungen und dadurch verursachte Beschädigungen zu schützen.

In der Vergangenheit wurde der Transceiver fest mit der Leiterplatte im Gerät verbunden. Hier fand das optische Signal seinen Weg über eine passive Kupplung durch die Gerätewand. Innerhalb des Gerätes war hier jedoch immer noch ein kurzes Patchkabel, das „Pigtail“ nötig.

Im Zuge des Wechsels auf steckbare SFP-Transceiver (SFP – Small Form-factor Pluggable, auch Mini GBIC – Gigabit Interface Converter) wurden diese für eine leichtere Austauschbarkeit direkt an der Geräteschnittstelle platziert. Ein weiterer Vorteil hierdurch ist der Entfall des Pigtails innerhalb des Gerätes. Doch auch dieser Evolutionsschritt brachte bisher unbekannte Probleme mit sich. Grundsätzlich ist der SFP-Transceiver in allen drei Dimensionen standardisiert. Durch eine unterschiedliche Länge im eigentlichen Steckgesicht bei verschiedenen Transceiver-Herstellern verschieben sich die Steckebene und damit der Kontaktpunkt um bis zu 7 mm.

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