Datenanbindung für IoT Satellitengestützter Service mit LoRaWAN

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Nur rund 10 Prozent der Erdoberfläche sind über eine terrestrische Datenanbindung verbunden. Damit weltweit agierende Unternehmen und kleine Firmen ihre IoT-Geräte vernetzen können, testen Unternehmen den satellitengestützten Zugang per LoRaWAN.

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Satellitengestützte Verbindung: Mit LoRaWAN sollen auch an entlegenen Orten Daten übertragen werden.
Satellitengestützte Verbindung: Mit LoRaWAN sollen auch an entlegenen Orten Daten übertragen werden.
(Bild: PIRO4D / Pixabay )

Eine satellitengestützte Datenanbindung für IoT-Geräte testen Semtech und Echo Star Mobile über LoRaWAN. Hintergrund der Tests: Schätzungsweise nur 10 Prozent der Erdoberfläche verfügen über eine terrestrische Datenanbindung. Abhilfe verspricht der LR-FHSS-fähige LoRa-IC von Semtech. Mit den Bauteilen lassen sich IoT-Geräte auf der gesamten Oberfläche mit Satelliten erreichen und verbinden.

Die Muttergesellschaft EchoStar Corporation ist Anbieter satellitengestützter Mobilfunkdienste, die europaweit ein sich ergänzendes satellitengestütztes und terrestrisches Netzwerk bereitstellt. Jetzt soll die Satellitenanbindung auf Basis des LoRaWAN-Protokolls erfolgen und damit die terrestrische Anbindung von IoT-Geräten ergänzt werden.

„Unsere Zusammenarbeit mit EchoStar Mobile und den Mitgliedern der LoRa Alliance wird eine sich ergänzende satellitengestützte und terrestrische LoRaWAN-Datenanbindung für Kunden ermöglichen, die eine globale Abdeckung vom Land über das Meer bis in die Luft benötigen.“, sagt Marc Pegulu, Vice President IoT Product Marketing and Strategy der Wireless and Sensing Products Group bei Semtech.

Die LoRa-Plattform

LoRa bietet im Vergleich zu anderen Funktechniken die größte Reichweite.
LoRa bietet im Vergleich zu anderen Funktechniken die größte Reichweite.
(Bild: Semtech)

Die „LoRa-Device-to-Cloud-Plattform“ von Semtech bietet eine weltweit anerkannte, stromsparende Langstrecken-Funkübertragung für IoT-Geräte. Damit lassen sich kostengünstige IoT-Netzwerke, Gateways, Sensoren, Module und Systeme schnell entwickeln und bereitstellen. Ihr Vorteil ist der geringe Strombedarf sowie eine weltweite Abdeckung mit IoT-Diensten.

Herzstück sind die LoRa-ICs von Semtech: Sie sind die Kommunikationsebene für das LoRaWAN-Protokoll. Dieses wird von der LoRa Alliance verwaltet, einer offenen IoT-Allianz für LPWAN-Anwendungen (Low Power Wide Area Network). Aktuell werden bereits IoT-Netzwerke in über 100 Ländern bereitgestellt. Semtech ist Gründungsmitglied der LoRa Alliance.

Hintergrund: LoRa Alliance

Die LoRa Alliance ist eine offene, gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, die Interoperabilität und Standardisierung von Low-Power-Wide-Area-Network-Technologien (LPWAN) zu fördern.

Gegründet im Jahr 2015 von IBM, MicroChip, Cisco, Semtech, Bouygues Telecom, Singtel, KPN, Swisscom, Fastnet und Belgacom zählt die LoRa Alliance inzwischen zu den am schnellsten wachsenden Technologie-Bündnissen weltweit. Derzeit umfasst sie etwa 500 Mitgliedsunternehmen, welche sich sowohl in Nordamerika, Europa und Afrika als auch in Asien befinden.

Dazu zählen Telekommunikationsunternehmen, Original Equipment Manufacturers (OEM), Systemintegratoren sowie Sensor- und Halbleiterhersteller. Namentliche Größen sind zum Beispiel führende Produktunternehmen wie Schneider, Bosch, Diehl und Mueller; darüber hinaus sind zahlreiche mittelständische Unternehmen und Start-Ups involviert.

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