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Sandisk bringt microSD mit 1TByte Speicherplatz auf den Markt

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Auf dem diesjährigen Mobile World Kongress hatten sowohl Samsung als auch Micron erstmals microSD-Karten mit einer Rekord-Speicherkapazität von 1TByte angekündigt. Die microSD-UHS-I-Karte von Sandisk ist nun zum Preis von 450 US-$ erhältlich.

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Die Sandisk Extreme ist nun auch in einer Rekord-Speicherkapazität von Terabyte erhältlich. Die speziell für 4K- und App-Anwendungen gedachte Speicherkarte bietet eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 160 Megabyte pro Sekunde.
Die Sandisk Extreme ist nun auch in einer Rekord-Speicherkapazität von Terabyte erhältlich. Die speziell für 4K- und App-Anwendungen gedachte Speicherkarte bietet eine maximale Schreibgeschwindigkeit von 160 Megabyte pro Sekunde.
(Bild: Sandisk )

Sandisk hatte seinen Speicherriesen im Miniaturformat auf dem Mobile World Kongress 2019 in Barcelona erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Damals war der angestrebte Veröffentlichungszeitraum für April 2019 angepeilt worden. Mit einem Monat Verspätung ist die Karte nun erhältlich - und damit noch vor dem Konkurrenten c200 von Micron.

1 TByte Speicherplatz mit einer Lesegeschwindigkeit von 160 MByte/s

Die „SanDisk Extreme microSDXC UHS-I Card“ mit 1 TByte Speicherkapazität ist im Online-Sotre von Sandisk zum Preis von 449.99 US-$ erhältlich. Auch beim Online-Retailer Amazon kann die Karte erworben werden, dort schlägt sie (mit SD-Adapter) mit 522,99 Euro zu Buche. Die Karte bietet eine Lese-Geschwindigkeit von 160 MByte/s und eine Schreib-Geschwindigkeit von 90 MByte/s.

Die microSD unterstützt den UHS-1-Standard mit der Geschwindigkeitsklasse 3 sowie den der Video-Klasse 30 erfüllen, der eine durchgängige Schreibrate von mindestens 30 MB/s verspricht. Damit richtet sich die Karte gezielt für Anwendungen, die eine Speicherung von Videos in 4K-Auflösung oder höher benötigen. Die Karte eignet sich daher in erster Linie für Smartphones, Drohnen oder Action-Kameras, Spielkonsolen und die Serienfotografie.

Ebenso unterstützt die Karte die App-Performance-Klasse A2, die eine wahlfreie („Random“) Mindest-Schreibleistung von 4.000 IOPS verlangt. Lesend muss es die Hälfte sein. Dadurch sollen sich Apps und Spiele auf der Karte schnell laden und starten lassen. Über die Retention-Eigenschaften der Karten bzw. die maximale Anzahl möglicher Schreib- und Lesezyklen ist derzeit noch nichts bekannt.

Micron-Karten lassen noch auf sich warten

Auch Konkurrent Micron hatte auf dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona eine microSD-Karte mit 1 TByte Speicherkapazität angekündigt. Diese sollte nur eine Lesegeschwindigkeit von 100 MByte/s bieten, dafür beim Lesen allerdings mit 95 MByte/s marginal schneller sein als das Sandisk-Pendant. Die microSDs sollen voraussichtlich im Laufe des zweiten Quartals 2019 zur Verfügung stehen.

Laut Micron sind die c200-Karten, die ersten, die auf der hauseigenen „96-Layer-3D-Quad-Level-Cell- (QLC) NAND-Technologie“ beruhen. Auf welche Fertigungstechnologien die Sandisk-Karten setzen ist nicht bekannt. Möglicherweise kommt hier das von Toshiba entwickelte QLC-Verfahren zum Einsatz, in dem vier Bits pro Zelle gespeichert werden können.

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