Konzentration auf Solid State Disk Samsung verkauft Festplatten-Sparte an Seagate

Redakteur: Peter Koller

Samsung verkauft seine Sparte für klassische Festplatten für rund 1,375 Millionen US-$ an den Konkurrenten Seagate und will sich offenbar auf das Geschäft mit Solid State Disks konzentrierern.

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Die Konsolidierung im Markt für Computer-Festplatten geht weiter. Für 1,375 Milliarden US-$ verkauft der südkoreanische Samsung-Konzern seine Festplattensparte an den US-Konkurrenten Seagate. Der Kaufpreis besteht je zur Hälfte aus Bargeld und Aktien, so dass Samsung in Zukunft mit knapp 10 Prozent an Seagate beteiligt ist.

Erst vor gut einem Monat hatte Western Digital für rund 4,3 Milliarden US-$ den Harddisk-Hersteller Hitachi GST geschluckt.

Hintergrund der Aktion ist offenbar eine strategische Entscheidung von Samsung, sich auf das Geschäft mit sogenannten Solid State Disks zu konzentrieren. Diese bestehen vollständig aus Flash-Speicherchips und verzichten völlig auf bewegliche Teile.

Teil des Abkommens zwischen Samsung und Seagate ist die Lieferung von Samsung Flash-Chips an Seagate für deren SSDs.

Laut den Analysten von iSuppli wurde der Markt für Harddisks Anfang 2011 noch von fünf Unternehmen dominiert: Western Digital, Seagate, Hitachi, Samsung und Toshiba. In der ersten Jahreshälfte 2010 hatte Western Digital Seagate als marktführendes Unternehmen in diesem Sektor abgelöst. Seagate hatte 2005 Maxtor für zwei Milliarden Dollar geschluckt.

Laut iSuppli geht der Harddisk-Markt nach Stückzahlen im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um etwa vier Prozent auf etwa 160,9 Millionen Stück zurück. Western Digital lag dabei mit 52.2 Millionen Units an der Spitze, gefolgt von Seagate mit 48,9 Millionen und Hitachi mit 30,3 Millionen Einheiten.

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