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Internationale Funkausstellung Samsung vereinigt Kamera und Smartphone

Redakteur: Franz Graser

Am Handys und Smartphones mit eingebauten Kameras haben sich die Konsumenten mittlerweile gewöhnt. Samsung hat am Vorabend der IFA in Berlin gezeigt, dass es auch umgekehrt geht: Die Galaxy Camera ist eine Digitalkamera mit eingebauten Smartphone-Features.

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Die Samsung Galaxy Camera vereinigt die Eigenschaften einer Digitalkamera mit denen eines Smartphones. Von vorn wirkt sie wie eine gewöhnliche Kamera...
Die Samsung Galaxy Camera vereinigt die Eigenschaften einer Digitalkamera mit denen eines Smartphones. Von vorn wirkt sie wie eine gewöhnliche Kamera...
(Bild: Samsung)

Die antike Mythologie kannte Chimären. Das waren Mischwesen, bei denen zum Beispiel die Leiber eines Löwen, eines Ziegenbocks und einer Schlange miteinander verschraubt waren. In gewisser Weise ist Samsungs Galaxy Camera ebenfalls eine Chimäre – sie vereint nämlich die Geräteklassen Kamera und Computer auf eine andere Weise, als man es bisher gewohnt war. Der Formfaktor des Smartphones diktierte, dass zum Beispiel die Objektivöffnung der Kamera nicht sehr groß sein konnte. Die Galaxy Camera muss solche Kompromisse nicht mehr machen.

Das PR-Material der Koreaner betont auch vor allem die Kamera-Aspekte des Geräts. Der Grundgedanke ist es, Fotos gleich nach dem Aufnehmen bearbeiten und über das Internet teilen zu können. Das Gerät verfügt daher laut Hersteller über 65 Bearbeitungsfunktionen wie etwa die sogenannte „automatische Gesichtskalibrierung“. Hier überschlägt sich Samsungs PR-Lyrik etwas. Möglicherweise ist damit einfach eine automatische Scharfstellung von Porträtaufnahmen gemeint. Als Betriebssystem dient die aktuelle Android-Version 4.1 mit dem Codenamen Jelly Bean, für die nötige Rechenleistung sorgt ein Vierkernprozessor.

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Mit 16 Megapixeln ist die Kamera theoretisch in der Lage, gut aufgelöste Fotos zu schießen. Der mit 0,28 Quadratzentimetern vergleichsweise kleine Bildensor dürfte der tatsächlichen Bildqualität jedoch enge Grenzen setzen. Das Teilen von Bildern kann über 3G-Netze sowie über WLAN erfolgen. Es ist jedoch auch eine Geräteversion angekündigt, die nur über eine WLAN-Funktion verfügt.

Zweifellos kommt Samsung hier die Pionierleistung zu, eine Kamera mit Smartphone-Funktionen aufgerüstet zu haben. Dieser Trend dürfte unumkehrbar sein.

Update 4.9.2012: Die Galaxy Camera enthält von Haus aus voraussichtlich keine native Telefonfunktion. Über Applikationen wie zum Beispiel Skype soll aber IP-Telefonie möglich sein, wie einige Technik-Blogs berichten.

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