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Exynos 9 8895 Samsung präsentiert industrieweit ersten 10-nm-SoC

| Autor: Sebastian Gerstl

Kurz vor Beginn des Mobile World Congress hat Samsung Details zum neuen Applikationsprozessor Exynos 9 Series 8895 angekündigt. Der erste im 10-nm-FinFET-Verfahren gefertigte, kommerziell verfügbare SoC kommt voraussichtlich bereits im Galaxy S8 zum Einsatz und besitzt unter anderem ein integriertes LTE-Modem für bis zu 1 GBit/sec im Downstream.

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Das 8-Core-SoC Exynos 9 von Samsung ist der erste in kommerziellen Größenordnungen produzierte Prozessor, der im 10-nm-FinFET-Verfahren gefertigt wurde. Der zum Mobile World Congress in Barcelona angekündigte Applikationsprozessor kommt voraussichtlich in den Smartphonse Galaxy S8 und S8+ zum Einsatz.
Das 8-Core-SoC Exynos 9 von Samsung ist der erste in kommerziellen Größenordnungen produzierte Prozessor, der im 10-nm-FinFET-Verfahren gefertigt wurde. Der zum Mobile World Congress in Barcelona angekündigte Applikationsprozessor kommt voraussichtlich in den Smartphonse Galaxy S8 und S8+ zum Einsatz.
(Bild: Samsung)

Der erste in kommerziellen Größenordnungen hergestellte 10-nm-Chip verfügt über vier Cortex-A53- sowie vier von Samsung selbst entwickelten ARMv8-A-Kernen, den Samsung-M2-CPUs.

Der im 10-nm-FinFET-Verfahren gefertige Octo-Core-SoC soll nach Angaben des Unternehmens dank 3-D-Skalierung der Transistoren und technologieschen Verbesserungen in der IP eine Um 27% bessere Leistung und einen um 40% geringeren Energieverbrauch als die im 14-nm-Verfahren gefertigte Vorgängerreihe Exynos 8 bieten.

Blockaufbau der im Exynos 9 verwendeten ARM Mali G71 GPU.
Blockaufbau der im Exynos 9 verwendeten ARM Mali G71 GPU.
(Bild: Samsung)

Auch eine neue GPU kommt zum Einsatz. Statt der im Exynos 8 genutzten ARM Mali-T880-IP setzt Samsung in der neuen Generation auf eine auf der "Bitfrost"-Architektur basierenden Mali-G71-GPU. Diese kann auf bis zu 32 Shader-Cores hochskalieren, was die Leitung vergleichbarer verfügbarer GPUs übertrifft. In der GPU stecken auch verbessere Encoder und Decoder für 4K Ultra HD.

Als potenziellen Einsatzzweck nennt Samsung unter anderem Virtual-Reality-Applikationen. Schon die Vorgänger Smartphones Samsung Galaxy S6 und S7 konnten zum Betreiben des Virtual-Reality-Headsets Gear VR eingesetzt werden. Bezüglich Kamerabetrieb soll der Exynos 9 soll 120fps bei 4K Auflösung schaffen und mit Kameras bis zu 28 Megapixeln umgehen können.

Ein weiteres Highlight des Exynos 9 SoC ist das eingebaute LTE-Modem. Dieses kann im Download bis zu fünf Kanäle bündeln (5CA/Cat. 16), um Daten mit bis zu 1 GBit/sec zu laden. Im Uplink soll es dank 2CA/Cat. 13 bis zu 150 MBit/sec schaffen.

Aufgrund des Ankündigungszeitpunktes vermuten Brancheninsider, dass der 10-nm-SoC bereits in den kommenden Smartphones Galaxy S8 und S8+ zum Einsatz kommt. Damit wäre es der erste Prozessor dieser Strukturgröße, der kommerziell eingesetzt wird. ARM hatte bereits vergangenes Jahr angekündigt, 64-Bit-CPUs im 10-nm-FinFET von TSMC fertigen zu lassen. Auch Intel, das ihre 10-nm-Prozessorarchitektur Cannonlake ursprünglich schon 2016 präsentieren wollte, planen für dieses Jahr die Markteinführung eigener Prozessoren auf Basis des 10-nm-FinFET-Verfahrens.

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