Widerstandsthermometer

05.02.2018

Die Temperaturmessungen mit Widerstandsthermometern beruhen auf der Eigenschaft leitender Stoffe, ihren elektrischen Widerstand mit der Temperatur zu ändern.

Widerstandsthermometer können deshalb als Temperatursensor zur Temperaturmessung eingesetzt werden, da leitende Stoffe ihren elektrischen Widerstand mit der Temperatur ändern. Bei Metallen nimmt dieser mit steigender Temperatur zu. Wenn der Zusammenhang zwischen Temperatur und Widerstand bekannt ist, kann man durch eine Widerstandsmessung die Temperatur ermitteln.

Beim Widerstandsthermometer ändert sich der elektrische Widerstand in Abhängigkeit von der Temperatur, oder anders ausgedrückt, Widerstandsthermometer nutzen die Tatsache, dass der elektrische Widerstand eines elektrischen Leiters mit der Temperatur variiert. Um so das Ausgangssignal zu erfassen, wird der Widerstand mit konstantem Messstrom gespeist und der hervorgerufene Spannungsabfall gemessen. Als Messfühler dienen Platin-Messwiderstände Pt 100Pt 500 und Pt 1000. Pt 100 Platin Messwiderstände sind nach DIN EN 60751 genormt. Ihr Widerstand beträgt 100 W bei 0°C. Platin-Widerstandsthermometer sind die genauesten Sensoren und haben die beste Langzeitstabilität. Durch die chemische Umempfindlichkeit des Platins wird die Gefahr der Verunreinigung durch Oxidation und andere chemische Einflüsse vermindert.

Der Vorschlag, die Temperaturabhängigkeit des Widerstandes von metallischen Leitern zur Temperaturmessung zu benutzen, wurde erstmals 1861 von Wilhelm von Siemens, dem Bruder von Werner von Siemens, gemacht und von ihm bei seinem Thermometer für Tiefseetemperaturen verwirklicht. Zum Präzisionsgerät wurde das Widerstandsthermometer 1886 durch die Arbeiten von H.L. Callendar. Darüber hinaus besitzen Widerstandsthermometer eine hohe Reproduzierbarkeit.

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