Suchen

Gehälter Rund 21% Einkommensunterschied zwischen Akademikerinnen und Akademikern

| Redakteur: Margit Kuther

Geschlechterspezifische Einkommensunterschiede gelten für Beschäftigte aller Abschlussarten - vom Bachelor an der Fachhochschule über den Master an der Universität bis hin zur Promotion. Die größten Unterschiede gibt es mit 24% bei den Physiker/innen, die geringsten mit 4% bei den Informatiker/innen.

Firma zum Thema

Gehälter: Akademikerinnen verdienen rund 21% weniger, als ihre männlichen Kollegen (Bild: Konstantin Gastmann, pixelio.de)
Gehälter: Akademikerinnen verdienen rund 21% weniger, als ihre männlichen Kollegen (Bild: Konstantin Gastmann, pixelio.de)

Im Durchschnitt beträgt die Gehaltslücke (Gender Pay Gap) 21,5%. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfragedes Internetportals www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Rund 10.200 Beschäftigte mit akademischem Abschluss haben sich daran beteiligt.

Bildergalerie

Gehaltsunterschiede aufgrund des akademischen Abschlusses

Die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern variiert je nach akademischem Abschluss: Frauen mit Promotion erhalten auf Basis einer 40-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen ein Bruttomonatsgehalt von durchschnittlich 4679 Euro. Männer mit Doktortitel verdienen im Schnitt 5342 Euro, also 663 Euro mehr.

Noch größer ist der Abstand bei Beschäftigten mit einem Diplomabschluss einer Universität: Hier verdienen Frauen im Schnitt 3534 Euro, Männer hingegen 4590 Euro, also 1056 Euro mehr.

Frauen mit einem Master-Abschluss einer Universität verdienen durchschnittlich 3827 Euro. Mit dem gleichen Abschluss bekommen Männer 4530 Euro, also 703 Euro mehr.

Absolventinnen mit einem Bachelor-Abschluss einer Fachhochschule verdienen im Schnitt 3.023 Euro, das sind 618 Euro weniger als männliche Bachelor-Absolventen mit durchschnittlich 3641 Euro.

Die Gehaltsunterschiede steigen mit dem Alter

Je älter die Beschäftigten mit akademischem Abschluss, umso größer wird der Gender Pay Gap: Akademikerinnen im Alter zwischen 25 und 30 Jahren verdienen 15,2% weniger als Männer dieser Altersgruppe. Im Alter zwischen 36 und 40 Jahren steigt die Gehaltslücke auf 18,4%. In der Altersgruppe von 46 – 50 Jahre erreicht der Gender Pay Gap 25,3%. Bei Beschäftigten, die älter als 50 Jahre sind, liegt die Gehaltslücke mit 25,1% gleichfalls am oberen Ende.

Der Beruf entscheidet über das Einkommen

Die Einkommensunterschiede fallen je nach Beruf ebenfalls unterschiedlich aus. Ein relativ geringer Gender Pay Gap besteht bei den Informatiker/innen: Frauen verdienen hier im Schnitt 4265 Euro, das sind 158 Euro oder 4% weniger als die Männer mit 4423 Euro.

Deutlich größer ist die Gehaltslücke mit rund 14% bei Diplomkaufleuten: Frauen verdienen 4149 Euro, das sind 691 Euro weniger als das Gehalt der Männer mit 4840 Euro.

Ähnlich groß ist der Gehaltsabstand mit rund 15% bei Soziologen/innen und Sozialwissenschaftler/innen: Hier verdienen die Frauen im Schnitt 3246 Euro, das sind 565 Euro weniger als das Gehalt der Männer von 3811 Euro.

Besonders groß ist der Gender Pay Gap mit 24% bei den Physiker/innen. Frauen erhalten im Schnitt 4134 Euro, Männer dagegen 5466 Euro.

(ID:32654940)