Fertigungslogistik

Rückverfolgbarkeit – keine Belastung, sondern ein Vorteil

Seite: 5/5

Anbieter zum Thema

Diese Fragen führen zum nächsten Thema. Wie werden Daten für Alarme, Kontrollreaktionen, Dashboards und Reporting genutzt? Werden Daten sinnvoll gespeichert, sodass Berichte und Dashboards über eine grafische Benutzerschnittstelle vermittelt werden können, ohne SQL- oder Programmierkenntnisse der Datenbank zu benötigen?

Den Überblick behalten: Mit Hilfe einer grafischen Benutzeroberfläche lassen sich Reports und Dashboards erzeugen, ohne SQL- oder Datenbankkenntnisse vorauszusetzen.
Den Überblick behalten: Mit Hilfe einer grafischen Benutzeroberfläche lassen sich Reports und Dashboards erzeugen, ohne SQL- oder Datenbankkenntnisse vorauszusetzen.
(Bild: Aegis Software)

Echtes Drag-and-Drop für Echtzeit-Dashboards und Berichte ist nur möglich, wenn die Struktur des Systems so konzipiert ist, dass alle eingehenden Daten, ob heute oder in vier Jahren auf neuen Maschinentypen, normalisiert und sinnvoll gespeichert werden. Die Frage ist deshalb: Sollte ein neues Gerät zur Echtzeit-Datenerfassung an das System angeschlossen werden, ist dann eine SQL oder Codierung erforderlich, um die Berichterstattung zu ändern? Die Antwort sollte Nein sein.

Der Anwendungsbereich des Systems muss ebenfalls berücksichtigt werden. Um Big Data der Fertigung richtig zu nutzen, muss jede Tätigkeit, von der Übergabe der CAD-Daten vom F&E über die Prozessgestaltung und NPI-Aktivitäten, der Materialwirtschaft und dem Beginn der Fertigung bis hin zum Versand, Teil des grundlegenden Anwendungsbereichs des Systems sein. Alles andere würde lediglich eine Teilmenge der benötigten Daten erfassen.

Der letzte Aspekt bezieht sich auf das Geschäftsmodell des Lösungsanbieters. Bietet das Softwarehaus nur einen Lösungskern an, der durch viel Customization angepasst werden muss? Oder verfügt der Anbieter über eine Komplettlösung, die sich durch Konfiguration an Ihren Prozess anpassen kann und somit den Gestaltungsbedarf und die Kosten minimiert? Die Frage nach Lösungsanpassung oder Konfiguration ist der einzige bestimmende Faktor für Rollout-Geschwindigkeit und Gesamtkosten des Projekts.

Um das Ausmaß der benötigten Anpassung eines Anbieters zu bestimmen, sollte man auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung bestehen, die definiert, was das System bietet und was nicht. Außerdem sollte man darauf bestehen, dass das Lösungsangebot einen Festpreis enthält, der diese Funktionalität abdeckt. Alles andere riskiert Anpassungsanforderungen und Kosten, wenn Sie nach dem Kauf feststellen, dass das System nicht alle erwarteten Funktionen bietet und weitere Anpassungen nötig sind.

* Jason Spera ist der Chief Executive Officer von Aegis Software (www.aiscorp.com).

(ID:43270479)