Stromversorgungen

Rückspeisefähige Quellen und Senken sparen bares Geld

| Autor / Redakteur: Eric Keim * / Thomas Kuther

Spart bares Geld: eine rückspeisefähige Quelle/Senke wie diese LAB/HPR 30100 mit einer Ausgangsleistung von 30 kW.
Spart bares Geld: eine rückspeisefähige Quelle/Senke wie diese LAB/HPR 30100 mit einer Ausgangsleistung von 30 kW. (Bild: ET System electronic)

Mit rückspeisefähigen Quellen und Senken lassen sich die Energiekosten um bis zu 96% senken. Je nach Prüfaufgabe summieren sich die jährlichen Kosteneinsparungen schnell auf fünfstellige Beträge.

Elektronische Lasten simulieren in Prüfständen und Versuchsaufbauten beliebige Verbraucher und ermöglichen damit Tests und Versuche mit Akkumulatoren, Netz- und Ladegeräten oder Generatoren. Die dabei umgesetzten Leistungen können bei der Parallelschaltung mehrerer Geräte schnell Werte bis in den Megawatt-Bereich erreichen – mit der Folge, dass auch die entstehenden Stromkosten beeindruckende Dimensionen annehmen. Eine Beispielrechnung zeigt das deutlich: Ein Unternehmen, das im Jahresmittel 10 kW als Dauerleistung für seine Testläufe verbraucht, benötigt dafür 87.600 kWh an elektrischer Energie. Bei einem Preis von 25 Cent pro kWh fallen damit jährlich Stromkosten von fast 22.000 € an.

Solche Kosten sind mehr als nur beachtlich – und sie sind vor allem zum größten Teil vermeidbar, denn rückspeisefähige Senken oder rückspeisefähige Quellen/Senken sind in der Lage, einen Großteil der elektrischen Energie zurückzugewinnen und weit über 90% der Stromkosten einzusparen. Sie wandeln die Energie, die sie beispielsweise beim Test eines Akkumulators, eines Generators oder auch eines Photovoltaik-Moduls aufgenommen haben, um und speisen sie in das Netz zurück. Die Einsparungen sind dabei so hoch, dass die Mehrkosten einer rückspeisefähigen Senke schnell wieder hereingespielt sind.

Mit Rückspeisung lassen sich die Kosten massiv senken

ET System electronic bietet AC- und DC-Quellen, Stromversorgungen, elektronische Lasten, rückspeisefähige Lasten und rückspeisefähige Quellen/Senken an. Das Unternehmen bietet eine Vielzahl an elektronischen Lasten an, die einen weiten Einsatzbereich abdecken und grundsätzlich auch als rückspeisefähige Varianten zur Verfügung stehen. Rückspeisefähige Quellen/Senken dagegen sind Kombinationen aus einer Gleichstromquelle mit einer rückspeisefähigen elektronischen Last und vereinen damit zwei Geräte in einem Gehäuse.

Beim Einsatz dieser Geräte beschränkt sich der tatsächliche Stromverbrauch auf die Verlustleistung in der Quelle und in der Senke. Bei Prüfaufgaben, bei denen keine Energie in Akkumulatoren und anderen Speichern zwischengespeichert wird, lassen sich so Testläufe durchführen, bei denen beispielsweise Prüfleistungen von 30 kW aufgebracht werden, während der tatsächliche Leistungsbedarf sich bei einem Gesamtwirkungsgrad von 90% auf rund 3 kW beschränkt. Das hat nicht nur für die Stromkosten erfreuliche Konsequenzen, sondern auch für die Spitzenlast im Netz: Sie erhöht sich trotz großer elektrischer Prüfleistungen nicht nennenswert, so dass die Unternehmen weiter in günstigen Tarifbereichen bleiben können, obwohl sie hohe Spitzenleistungen bei der Prüfung einsetzen.

Rückspeisung ist aber auch dort interessant, wo Versuche mit hohen Leistungen durchgeführt werden sollen, aber lediglich eine Absicherung mit 64 A zur Verfügung steht, oder wo das örtliche Netz so schwach ausgestaltet ist, dass keine hohen Leistungen entnommen werden können - also beispielsweise in schwächer abgesicherten Prüffeldern, aber auch an entlegenen Standorten, in Regionen mit ungenügender Stromversorgung oder an Standorten, die ihre Energie selbst erzeugen, zum Beispiel mit Generatoren oder mit Photovoltaikanlagen.

Beim Test von energieaufnehmenden Prüflingen liegt zwischen dem Energieverbrauch und der Energierückspeisung eine zeitliche Lücke. Die Energie für den Prüflauf muss daher vom Netz zunächst bereitgestellt werden, beispielsweise wenn ein Akkumulator zu Prüfzwecken aufgeladen wird. Sobald der Energiespeicher aber wieder entladen wird, kann die dabei frei werdende Energie wieder ins Netz zurückgespeist werden. Dazu ist in der Regel noch nicht einmal ein Zweiwegezähler erforderlich, weil die rückgespeiste Leistung meist geringer ist als der Gesamtbedarf des Unternehmens. Damit findet hier praktisch ein interner Ausgleich statt, und während der Rückspeisung wird entsprechend weniger Strom aus dem Netz bezogen.

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