Neue Oszilloskop-Familie RTE mit Touch-Funktion und verbesserter Hardware

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Eine kompakte Lösung für den Messalltag verspricht das RTE von Rohde & Schwarz. Es ist die dritte Scope-Familie neben RTO und RTM und soll das Midrange-Segment bedienen. Neben hoher Sample- und Akqusitionsrate besticht das Messgerät durch seine Signaltreue. Viele Funktionen lassen sich über das Touch-Display aufrufen.

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Neue Scope-Familie von Rohde & Schwarz: Das RTE stärkt den Midrange-Markt.
Neue Scope-Familie von Rohde & Schwarz: Das RTE stärkt den Midrange-Markt.
(Rohde & Schwarz)

Seit 2010 ist das familiengeführte Unternehmen Rohde & Schwarz jetzt auf dem Oszilloskop-Markt. Und mit der Serie RTE kommt jetzt die dritte Scope-Familie heraus. Zu den Eckdaten: Das RTE bietet Bandbreiten von 200, 350 und 500 MHz sowie 1 GHz bei 2 oder 4 Kanälen. Eine Mixed-Signal-Option mit zusätzlichen 16 digitalen Kanälen ist verfügbar. Dazu bietet es eine Erfassungsrate von mehr als eine Million Messkurven pro Sekunde. Der verbaute monolithische A/D-Wandler bietet mehr als 7 ENOBs (Effecive Number of Bits) und sorgt dafür, dass es kaum zu Signalverzerrungen kommt. Lange Signalsequenzen stellen für die Messlösung kein großes Problem dar. Um beispielsweise bei der Analyse von Dateninhalten serieller Protokolle wie I²C oder CAN mithalten zu können, bietet das Gerät eine Abtastrate von 5 GSample pro Sekunde und eine maximale Speichertiefe von 50 MSample je Kanal.

Sporadische Signale messen

Sporadisch auftretende Signal lassen sich ebenfalls einfangen. Dabei unterstützt den Messtechniker die reaktive, an einen Spektrumanalysator angelehnte FFT. Damit ist laut Hersteller auch die entwicklungsbegleitende EMV-Fehlersuche möglich. Mit Hilfe der Maskentests sind in kurzer Zeit aussagekräftige Ergebnisse verfügbar.

Die Welt kommuniziert mit Touch und so wurden die Smartphone-Funktionen auch in den neuen RTE integriert. Das XGA-Display des Geräts misst 10,4 Zoll in der Diagonalen und wenn man über das Display wischt, dann lassen sich gespeicherte Gerätesetups aufrufen. Messkurven lassen sich via Drag-and-drop auf dem Bildschirm anordnen. Über die Miniaturansicht der Signale in Echtzeit auf dem Bildschirmrand sieht der Anwender immer, was passiert.

Nützliche Werkzeuge vereinfachen Arbeit

Eine praktische Funktion und gleichzeitig übersichtlich sind die halbtransparenten Fenster während des Arbeitens, die immer ihre volle Größe behalten. Signalflussdiagramme und Vor-und-Zurück-Tasten vereinfachen ebenfalls die Navigation. Zusätzliche Werkzeuge wie die QuickMeas-Funktion vereinfachen die Arbeit, indem die Funktion für ein Signal gleich mehrere Messungen ausführt. Mit dem Fingertipp-Zoom kann sich der Messtechniker einen Überblick über Signaldetails verschaffen: So fährt man einfach den Zoombereich am Signal entlang. Über die konfigurierbare Toolbar lassen sich die Werkzeuge auswählen.

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