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Industrie-PC Robuste Adlink-Plattformen für raue Umgebungen

| Redakteur: Franz Graser

Die Industrie-PCs der Baureihen Matrix MXC-2300 und MXE-5400 von Adlink sind für harsche Betriebsbedingungen ausgelegt. Hitze und Kälte sowie Beschleunigungen und Vibrationen sollen die Rechner klaglos überstehen.

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Zane Tsai, Produktmanager beim Industrie-PC-Spezialisten Adlink, posiert mit dem Embedded-Rechner MXE 5400.
Zane Tsai, Produktmanager beim Industrie-PC-Spezialisten Adlink, posiert mit dem Embedded-Rechner MXE 5400.
(Bild: Franz Graser)

Das dunkelgraue robuste Gehäuse mit den auffälligen Kühlrippen ist ein Markenzeichen der beiden lüfterlosen Matrix-Modellreihen der taiwanischen Hardwareschmiede. Der MXC-2300 fällt etwas voluminöser aus. Das Gerät, in dem ein vierkerniger Atom-Prozessor des Typs E3845 von Intel arbeitet, ist auf Ausbaufähigkeit ausgelegt und verfügt über drei Erweiterungsplätze: Wahlweise können dies entweder drei PCI-Slots oder zwei PCI-Plätze und ein PCI-Express-Platz sein.

Die MXC-2300-Reihe ist für Anwendungen in der industriellen Automatisierung oder in Fahrzeugen vorgesehen. Sie verfügt über zwei Anschlüsse für den CAN-Bus, eine DI/DO-Schnittstelle mit 16 Kanälen, fünf USB-Schnittstellen – eine für USB 3.0 und vier für USB 2 –, vier COM-Anschlüsse sowie zwei Ethernet-Ports. Für die Video-Ausgabe sind ein HDMI-Anschluss sowie eine DVI-I-Schnittstelle vorhanden.

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Durch den CAN-Bus empfiehlt sich das Gerät unter anderem für Anwendungen in Verkehrsmitteln, zum Beispiel zur Fahrgast-Information in Omnibussen. Der für den Betrieb vorgesehene Atom-Prozessor entstammt der aktuellen Bay-Trail-Chipfamilie von Intel, die mit ihrer 22-Nanometer-Technik versucht, den ARM-Chips Paroli zu bieten. Nicht zuletzt der Stromhunger soll sich in ähnlichen Regionen bewegen wie bei ARM-basierten Prozessoren.

Der Embedded-PC MXE-5400 fällt zwar schlanker aus als der voluminösere Bruder, ist aber mit einem Core i7-Prozessor des Typs 4700EQ der aktuellen Haswell-Generation anders motorisiert. Hier steht in erster Linie die Rechenleistung und weniger der Stromverbrauch im Vordergrund. Das Gerät ist für multimediale Anwendungen wie zum Beispiel industrielle Bildverarbeitung ausgelegt und wurde daher mit Intels Videotechnologie Quick Sync und der Softwarebibliothek SDK+ für Multimedia-Applikationen ausgestattet.

Außerdem verfügt der Rechner über sechs USB-3-Schnittstellen, von denen vier darauf ausgelegt sind, externe Geräte mit Strom zu versorgen. Dies können zum Beispiel Kameras in der industriellen Bildverarbeitung oder der Qualitätssicherung sein. Darüber hinaus enthält der MXE-5400 zwei Display-Ports und eine DVI-I-Schnittstelle für die Videoausgabe.

Für die Betriebssicherheit sorgt zudem der von Adlink entwickelte Smart Embedded Management Agent (SEMA) 1.0, der den Stromverbrauch sowie die Betriebstemperatur in Echtzeit überwacht und ein Failure-Prediction-Model erstellt. Administratoren, die das Gerät überwachen, haben somit die Möglichkeit, potenzielle Fehler schnell zu erkennen.

Die beiden Modellreihen sind für raue Betriebsumgebungen konstruiert. Das Einsatzspektrum reicht von 20 Grad unter Null bis hin zu 70 Grad über Null. Außerdem sind die Geräte gegen Erschütterungen und Vibrationen gefeit.

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