VDMA Robotik + Automation

Robotik- und Automatisierungsbranche erzielt Rekordumsätze

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Hand in Hand mit der Maschine: Die duetsche Robotik- und Automatisierungsbranche ist weiterhin auch einem Umsatz-Rekordkurs. Nach Ansicht des VDMA sind dabei bestehende Trends wie Digitalisierung und Industrie 4.0 Garanten dafür, um auch in Zukunft hohe Prduuktivität und Arbeitsplätze zu erhalten.
Hand in Hand mit der Maschine: Die duetsche Robotik- und Automatisierungsbranche ist weiterhin auch einem Umsatz-Rekordkurs. Nach Ansicht des VDMA sind dabei bestehende Trends wie Digitalisierung und Industrie 4.0 Garanten dafür, um auch in Zukunft hohe Prduuktivität und Arbeitsplätze zu erhalten. (Bild: ABB Automation GmbH)

Die deutsche Robotik und Automation ist auf Wachstumskurs: Das Umsatzvolumen stieg zuletzt auf einen neuen Rekord von 12,8 Milliarden Euro (2016). Seit der Wirtschaftskrise 2009 hat sich das Umsatzvolumen mehr als verdoppelt. Für das Jahr 2017 wird mit einem zusätzlichem Wachstum von 7% gerechnet.

„Im weltweiten Wettlauf, die Industrie zu modernisieren, profitieren die Marktteilnehmer aus Deutschland von einer robusten Konjunktur. Unsere Branche schaut mit Optimismus in die Zukunft“, sagte Dr. Norbert Stein, Vorsitzender des Vorstands von VDMA Robotik + Automation auf der Jahrespressekonferenz am Dienstag in Frankfurt. Das Umsatzvolumen der drei Segmente - Robotik, Integrated Assembly Solutions und Industrielle Bildverarbeitung - stieg nach 2009 von 6,2 Milliarden Euro auf 12,8 Milliarden Euro (2016). Für 2017 rechnet der VDMA bei der Robotik und Automation mit einem Rekordumsatzvolumen von 13,7 Milliarden Euro.

Vor allem Exportgeschäft im Aufwind

Während das Inlandsgeschäft auf dem gleichen erfolgreichen Niveau wie im Vorjahr verblieb, legte der Exportumsatz um knapp 9% zu. Allerdings bleibt das Deutschlandgeschäft mit einem Umsatzanteil von 43 % größter Einzelmarkt. Beim internationalen Absatz sind Europa mit einem Anteil von 30 %, China als größte Einzelnation mit 10 % und Nordamerika mit 9 % die größten Wachstumstreiber. Auf deutlich kleinerem Niveau, aber nicht zu vernachlässigen sei auch das Exportwachstum nach Indien - dort könnte sich in Zukunft ein weiterer signifikanter Markt entwickeln, wie Dr. Norbert Stein einschätzte.

Die größte Teilbranche der deutschen Robotik und Automation bleiben die Integrated Assembly Solutions, also die intelligenten Montage- und Produktionslösungen. Hier stieg der Umsatz um 2 % auf 7 Milliarden Euro. Das Inlandsgeschäft legte dabei um 3 % und der Export um 1 % zu. Der größte Teil des Wachstums ist hierbei der Elektronikindustrie zu verdanken, die vor allem im asiatischen Raum einen maßgeblichen Anteil an den Systemumsetzen aufwies. Dabei nimmt die Elektronikbranche gerade einmal etwa 12% des gesamten Umsatzvolumens ein. Mit einem Umsatzanteil von 6% steht die Automobilindustrie bei den Systemumsätzen an erster Stelle. Für 2017 prognostiziert der VDMA ein Umsatzwachstum von 6% auf den neuen Rekord von 7,4 Milliarden Euro.

Die deutsche Robotik erwirtschaftete mit 3,6 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 8% im Vergleich zum Vorjahr und erreicht damit einen neuen Spitzenwert. Nach den jüngsten Zahlen des Weltroboterverbands, International Federation of Robotics, liegt Deutschland mit einem Bestand von 189.400 Industrierobotern weltweit auf Rang 5. Auf Platz 1 in dem Ranking steht China, das mit seinem enorm starken Zuwachs an Industrierobotern den bisherigen Spitzenreiter Japan verdrängte. Auf den Rängen 3 und 4 folgen auf fast identischem Niveau die USA und Südkorea.

In Stückzahlbetrachtung legte die Produktion um 21 % zu. Für 2017 prognostiziert der VDMA eine Umsatzsteigerung von mindestens 8 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Auch die Industrielle Bildverarbeitung schließt sich mit einem Umsatzplus von 9 % den Rekordmarken an. Die Bildverarbeitung hat in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen; der Abstand zu dem Geschäftsanteil, den die IBV im Vergleich zur Robotik innerhalb des Fachverbandes einnimmt, wird somit immer kleiner. Dabei stieg das Inlandsgeschäft um 3 %, das Auslandsgeschäft um 14 %. Die VDMA-Prognose rechnet für 2017 mit einem Umsatzplus von 10 %.

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