Suchen

Intelligente Haushaltsroboter Roboter-Steuerung mit künstlich intelligenten Fähigkeiten

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Einem österreichischen Unternehmen ist es gelungen, eine Steuerung für einen Roboter zu entwickeln, künstliche intelligente Fähigkeiten auszuüben. Ein so ausgestatteter Roboter erfasst seine Umgebung und interpretiert diese immer wieder neu.

Firma zum Thema

Ab wann gilt ein Roboter als intelligent? Ein österreischisches Unternehmen hat eine Steuerung entwickelt, die es ermöglicht, künstliche intelligente Fähigkeiten auszuüben.
Ab wann gilt ein Roboter als intelligent? Ein österreischisches Unternehmen hat eine Steuerung entwickelt, die es ermöglicht, künstliche intelligente Fähigkeiten auszuüben.
(Bild: Marc Daniel Photography www.miri-media.com/foto)

Das Thema Haushaltsroboter stand Anfang des Jahres auf der CES im Fokus. Für das Jahr 2017 erwartet die Smart-Home-Branche einen Umsatz von mehr als 2,5 Mrd. US-Dollar. In fünf Jahren soll sich die Zahl an Haushaltsrobotern nahezu verdoppeln.

Gerade die Forderung nach komplexeren Eigenschaften hat sich das österreichische Unternehmen Robart, ein Experte für Steuerungstechnik, auf die Entwicklung autonomer Roboteranwendungen spezialisiert. Das Unternehmen liefert Komplettlösungen vom Entfernungssensor, über die Steuerungsplatine bis zur Software. Dadurch könnten alle aktuell am Markt verfügbaren Haushaltsroboter sehr schnell und vergleichsweise günstig um mindestens eine Generation verbessert werden.

Der Ausbau des Wettbewerbsvorteils erfolgt über kontinuierliche Updates. Grundsätzlich lassen sich Robart-Lösungen in alle derzeit verfügbaren Roboter-Designs integrieren. Mehrere bekannte Hersteller arbeiten bereits eng mit den Linzer Spezialisten zusammen.

Roboter mit künstlicher Intelligenz

Dem Unternehmen ist ein wichtiger technischer Durchbruch gelungen: Die Entwicklung der ersten Steuerung, die es Robotern ermöglicht, künstliche intelligente Fähigkeiten auszuüben. Fähigkeiten, die so mit keiner anderen Steuerung aktuell möglich sind. Der Praxisbeweis wurde auf der CES angetreten. Im Einsatz war erstmals die neue „Artificial Intelligence Control Unit“, kurz AICU. 33 Patente liegen ihr zu Grunde und erlauben es, komplexe Geometrien und Umgebungen zu erkennen.

Ihre Einsatzgebiete werden nicht auf den Haushaltsbereich beschränkt bleiben: „Für intelligente Bodenreinigungsroboter, aber auch für weitere Möglichkeiten, beispielsweise bei der Haussicherung, Entertainment, Logistik, Luftreinigung oder Kommunikation haben wir die AICU entwickelt. Erst sie macht eine mitdenkende Steuerung erst möglich. Die Teilnahme in Las Vegas war wichtig, um in Übersee weitere Kundenkreise von unserer Technik und unseren Lösungen zu überzeugen“, erklärt Michael Schahpar fürs Unternehmen.

Und er verrät: „In Übersee sind bereits erste namhafte Hersteller mit Lösungen auf dem Smart-Home-Markt vertreten, die auf Robart-Technik basieren. Vor allem aber zu führenden Herstellern in Nordamerika und auch zu neuen, spezialisierten Lieferanten konnten neue Kontakte auf der CES aufgebaut werden.“

Ab wann ist ein Roboter intelligent?

Als intelligent gelten Robotik-Lösungen, wenn sie ihre Umgebung erfassen und immer neu interpretieren können, so dass die alltäglichen Veränderungen eines Raums richtig für den Reinigungsprozess eingeordnet werden. Ihnen ist es möglich, ein räumliches Konzept ihrer Umgebung zu erstellen.

Sieben Jahre Forschung stecken in der neuen Steuerung. Sie erkennt nicht nur ihre Umgebung und weicht auch schwierigen Hindernissen aus, sie interpretiert auch das Umfeld genau, baut selbstständig eine Umgebungskarte auf und überträgt diese als detailgenauen Grundriss per App aufs Smartphone. Der Kunde kann von dort bestimmen, welche Wohnungs- oder Betriebseinheiten gereinigt werden sollen. Der Navigationskomfort ist so weit ausgebaut, dass die Robart-Steuerung derzeit als einzige technische Lösung am Markt auch No-Go-Areas festlegen kann.

Definierte Wohnbereiche lokalisieren

Unaufgeräumte Kinderzimmer oder durch Mitarbeiter belegte Büroeinheiten können so aus der Ferne per Handy von der Raumpflege ausgeschlossen werden. Und umgekehrt, sollte abends sich überraschend Besuch ankündigen, dann kann man nun bequem vom Arbeitsplatz aus den Befehl nachhause senden, noch einmal Wohn- und Esszimmer staubsaugen zu lassen.

Die Steuerung kann gezielt definierte Wohnbereiche lokalisieren. Sollte der Staubsauger Roboter in verschiedenen Umgebungen eingesetzt werden, erkennt die Steuerung bereits gespeicherte Grundrisse wieder und findet sich in dem veränderten Umfeld direkt zurecht. Die neue Steuerung sorgt dafür, dass der Staubsauger in der Lage ist, den Wohnbereich exakt zu kartographieren. Das eigene Smart-Home-Konzept wird eine vom Standort unabhängige Kommunikation mit dem Roboter via Internet möglich machen. Der Saugroboter baut selbstständig eine Karte der Umgebung auf und überträgt diese als detailgenauen Grundriss auf eine App.

(ID:44513489)