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Soziale Roboter

Roboter soll Kita-Kindern Sprachen beibringen

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Stimmlage des Roboters spielt keine Rolle

Normalerweise spricht der Roboter mit einer hohen Stimme, die an Comicfiguren wie die Schlümpfe erinnert. In einem Experiment testeten die Forschenden, ob sich die Stimmlage auf das Lernen auswirkt. Der Roboter spricht mal mit hoher und mal mit tiefer Stimme.

„Für den Lernerfolg spielt die Stimmlage des Roboters aber keine Rolle“, berichtet Bergmann. Darüber hinaus scheint die gleichförmige Intonation, die an die Aussprache von Navigationssystemen erinnert, keinen nachteiligen Effekt zu haben. „Die Kinder sprechen die Vokabeln nicht roboterhaft aus, sondern mit der muttersprachlichen Färbung.“

Ab Januar 2018 testet das Bielefelder Team zeitgleich mit weiteren Projektpartnern in einer großen Studie mit etwa 400 Kindern über mehrere Wochen, wie gut das System funktioniert. „Wir nehmen an, dass es hilfreich sein kann, wenn Roboter in Kitas einen strukturierten Sprachunterricht geben, der sich ständig an die Lernfortschritte der einzelnen Kinder anpasst“, sagt Projektleiter Kopp.

„Der Roboter soll mit dieser Fähigkeit den Kindergartenalltag bereichern, aber nicht zu einer neuen Bezugsperson werden. Bei dem Sprachtraining ist anfangs immer eine Erzieherin oder ein Erzieher dabei.“

Für das Projekt kooperieren mehrere Universitäten mit den Unternehmen Softbank Robotics und Qatar Belgium Modern Technologies. Insgesamt fördert die Europäische Union das Projekt mit drei Millionen Euro. Das Projekt läuft noch bis Dezember 2018.

Der Beitrag wurde von unserem Schwesterportal elektrotechnik.de übernommen.

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