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Antriebstechnik Roboter-Gepard springt über den Rasen des MIT

Redakteur: Peter Koller

Die meisten Roboter bewegen sich eher schwerfällig und laut. Nicht so der cheetah bot des MIT. Der elektronische Gepard nutzt einen besonderen Algorithmus für schnelles und leises Laufen.

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Der cheetah bot auf dem Rasen des MIT
Der cheetah bot auf dem Rasen des MIT
(Jose-Luis Olivares/MIT)

Geparden gelten als die schnellsten Landtiere. Sie können innerhalb weniger Sekunden auf Geschwindigkeiten von mehr als 90 km/h beschleunigen. Das Geheimnis dieser extrem schnellen Bewegung glauben Forscher des Massachusetts Institute of Technology jetzt gelüftet zu haben.

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Bei der Analyse der Bewegungsmuster von Geparden fiel ihnen auf, dass es nicht so sehr eine hohe Schrittfrequenz ist, die das Tier vorantreibt, sondern dass in den Sekundenbruchteilen des Bodenkontakts über die Läufe eine extrem hohe Kraft übertragen wird. "Auch menschliche Spitzenläufer wie Usain Bolt haben keine besonders hohe Schrittfrequenz", sagt MIT-Professor Sangbae Kim. "Stattdessen erhöhen sie ihre Schrittweite durch eine stärkere Abstoßung vom Boden."

Um diesen Ablauf in einen Roboter zu übertragen, wurde das Bewegungsmuster in einen Algorithmus übertragen und ein mechanischer Gepard konstruiert, der über leistungsfähige Elektromotoren mit einem enormen Drehmoment verfügt. Bei früheren Experimenten auf einem Laufband und jetzt dem Rasen des MIT brachte es der cheetah bot auf Geschwindigkeiten von etwa 16 km/h und konnte im Lauf sogar Hindernisse überspringen.

Die Forscher sind zuversichtlich, dass sie das Tempo auf bis zu etwa 50 km/h werden steigern können. Laut den Wissenschaftlern ist das System durch den geringen Bodenkontakt beim Laufen auch ohne aufwendige Sensorik sehr stabil.

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