Suchen

Maschinelles Lernen mit Stoffen Roboter erlernt den Umgang mit Kleidungsstücken

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Forschern ist die Entwicklung eines Roboters gelungen, welcher Kleidungsstücke differenzieren, sortieren und falten kann. Das von der EU geförderte Projekt ist ein weiteres Highlight im Bereich des maschinellen Lernens.

„Dexterous Blue“ scannt die jeweiligen Einzelteile auf ihre Beschaffenheit und analysiert anhand von Vergleichsmodellen um welches Material es sich handelt. Wurde der Stoff erkannt, wird die Kleidung dem entsprechend sortiert und auf Wunsch im Vorfeld ordnungsgemäß gefaltet.
„Dexterous Blue“ scannt die jeweiligen Einzelteile auf ihre Beschaffenheit und analysiert anhand von Vergleichsmodellen um welches Material es sich handelt. Wurde der Stoff erkannt, wird die Kleidung dem entsprechend sortiert und auf Wunsch im Vorfeld ordnungsgemäß gefaltet.
(Bild: CloPeMa )

Vor drei Jahren begannen Forscher aus Italien, Tschechien, Griechenland und Schottland an der Universität Glasgow ihr Projekt. Entstanden ist ein Roboter, namentlich auf „Dexterous Blue“ getauft, dessen Technologie zukünftig in Haushaltsrobotern und der Textilindustrie eingesetzt werden wird.

Video: Maschinelles Lernen: Roboter erkennt und faltet Kleidung (http://clopema.eu/)

Das äußerliche Erscheinungsbild ist relativ unaufgeregt: Zwei Roboterarme und ein Paar Elektroaugen. Die größte Herausforderung bestand jedoch darin, die Interaktion zwischen dem Roboter und den einzelnen Materialtyp der diversen Kleidungsstücke nachvollziehen zu können. „Dexterous Blue“ scannt die jeweiligen Einzelteile auf ihre Beschaffenheit und analysiert anhand von Vergleichsmodellen um welches Material es sich handelt.

Wurde der Stoff erkannt, wird die Kleidung entsprechend sortiert und auf Wunsch im Vorfeld ordnungsgemäß gefaltet. So trivial es für den Menschen klingen mag, eben jene Schritte einer Maschine beizubringen ist eine extrem schwere Aufgabe, wie Dr. Paul Siebert von der Universität Glasgow erläutert. Gescannt wird übrigens mittels zweier an den Greifarmen befestigten Sensoren.

Diese ermöglichen es dem Roboter, ähnlich dem menschlichen Tastsinn, die Stoffart bzw. das Material anhand seiner Struktur zu identifizieren und differenzieren. Ergänzt wird dieser Sensor durch ein künstliches Gehör, welches die Geräusche der einzelnen Materialarten wahrnimmt und in einen Gesamtkontext mit den restlichen Sensoren stellt.

Die Entwickler von „Dexterous Blue“ konnten sogar noch eine weitere Fähigkeit integrieren. Der Roboter erkennt automatisch, wann es notwendig ist mit der Arbeit zu beginnen und begibt sich eigenständig nach Beendigung des Auftrages wieder in den Ruhemodus.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44455221)