IEC 61508 RISC-V-Prozessorkern mit funktionaler Sicherheit

Redakteur: Kristin Rinortner

IAR Systems unterstützt mit seinem aktuellen Release der Embedded Workbench den nach ISO 26262 ASIL-D ready zertifizierten RISC-V-Prozessor „EMSA5-FS“ des Fraunhofer IPMS. Für Anwender bedeutet das vor allem eine vereinfachte Zertifizierung für die funktionale Sicherheit.

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Funktionale Sicherheit: Der RISC-V Prozessor IP-Core EMSA5 des Fraunhofer-Institus für Photonische Mikrosysteme (IPMS) wird durch die Toolsuite von IAR Systems unterstützt. Anwender profitieren von einer vereinfachten Zertifizierung für die funktionale Sicherheit.
Funktionale Sicherheit: Der RISC-V Prozessor IP-Core EMSA5 des Fraunhofer-Institus für Photonische Mikrosysteme (IPMS) wird durch die Toolsuite von IAR Systems unterstützt. Anwender profitieren von einer vereinfachten Zertifizierung für die funktionale Sicherheit.
(Bild: Fraunhofer IPMS)

Sicherheitsrelevante Anwendungen sind in der Welt überall zu finden, in Antriebssteuerungen, der Automatisierungstechnik, im Fahrwerk und in Motorsteuerungen von Fahrzeugen, als auch in Infusionspumpen und Herzschrittmachern.

Sicherheitsstandards wie IEC 61508 garantieren, dass Elektroniksysteme den neusten Sicherheitsanforderungen entsprechen. Das gilt auch für die Prozessoren, die in solchen Systemen zum Einsatz kommen sollen.

Bereits die Wahl der Entwickler-Toolchain spielt eine entscheidende Rolle und kann die Sicherheitsintegrität der Geräte direkt beeinflussen. Von Vorteil ist daher die Nutzung eines zertifizierten Softwareentwicklungsprozesses der extern und unabhängig geprüft wurde.

Funktionale Sicherheit bei Embedded Systems

„Funktionale Sicherheit ist bei vielen eingebetteten Systemen von Bedeutung und gewinnt immer mehr an Relevanz. Nachdem wir als Erster einen nach ISO 26262 zertifizierbaren RISC-V-Prozessorkern auf den Markt gebracht haben, freuen wir uns, die Nutzung des vorzertifizierten Entwicklungstools durch die IAR Embedded Workbench auch für unseren IP-Core anbieten zu können“, sagt Marcus Pietzsch, Gruppenleiter für IP Cores und ASICs am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS).

„Durch die Nutzung des vorzertifizierten Entwicklungstools von IAR Systems können Unternehmen den eigenen Zertifizierungsprozess vereinfachen, die Qualität ihres eigenen Design-Prozesses erhöhen und Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg sparen“, so Pietzsch weiter.

Embedded Workbench für RISC-V

Nutzer der Toolchain-Software profitieren nun von vereinfachten Zertifizierungsprozessen für funktionale Sicherheit, geringeren Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg und optimierter Leistungsfähigkeit in RISC-V-basierten Anwendungen.

Mit der Embedded Workbench für RISC-V von IAR erhalten Entwickler Zugriff auf eine vollständige C/C++-Compiler- und Debugger-Toolchain. Für Unternehmen, die sicherheitskritische Anwendungen entwickeln, ist die Workbench für RISC-V auch in einer Functional-Safety-Version erhältlich: Diese ist vom TÜV SÜD gemäß IEC 61508, ISO 26262, IEC 62304, EN 50128, EN 50657, IEC 60730, ISO 13849, IEC 62061, IEC 61511 und ISO 25119 zertifiziert und beinhaltet qualifizierte Tools über den gesamten Produktlebenszyklus.

RISC-V-Prozessor für beliebige FPGA-Plattformen

Den Prozessorkern EMSA5-FS stellt das Fraunhofer IPMS für beliebige FPGA-Plattformen zur Verfügung. Die Integration in kundenspezifische ASICs für beliebige Foundry-Technologien ist ebenso möglich. Das Fraunhofer IPMS stellt zudem Services bereit, um den IP-Core um kundenspezifische Module zu erweitern. Die Vermarktung des Prozessorkerns erfolgt durch den Partner CAST Inc.

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