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PC im Scheckkartenformat Riesiger Ansturm auf Mini-PC Raspberry

| Redakteur: Margit Kuther

Der ARM-basierende Raspberry Pi ist eine scheckkartengroße Platine mit Anschlüssen für Tastatur und TV. Er eignet sich für Büroarbeiten, Spiele, aber auch für die Wiedergabe von Videos in HD-Qualität. Die Distributoren Farnell und RS Components konnten innerhalb einer Stunde nach Verkaufsstart 10.000 Einheiten absetzen.

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Raspberry: Mini-PC Raspberry für 28 Euro über RS Components und Farnell erhältlich
Raspberry: Mini-PC Raspberry für 28 Euro über RS Components und Farnell erhältlich

Der Raspberry Pi (85,6mm x 53,98 mm x 17 mm) wird in Europa über die Distributoren RS Components und Farnell vertrieben. Obgleich beide Unternehmen zum Verkaufsstart 10.000 Exemplare des Scheckkarten-PCs erhielten, waren diese innerhalb einer Stunde ausverkauft. Interessenten, auch Privatpersonen, können sich bei RS Components oderFarnell registrieren. Der Raspberry Pi Modell B kostet rund 28 Euro (Brutto: rund 32 Euro).

Für den günstigen Rechner Raspberry Pi gibt es neben Officeprogrammen auch noch weitere Anwendungsmöglichkeiten: So existiert bereits eine lauffähige Version der Media-Center-Software XBMC, mit der sich Videodateien auch in Full-HD-Auflösung abspielen lassen.

Die technischen Daten des Raspberry Pi Modell B

• SoC Broadcom BCM2835 (CPU, GPU, DSP und SDRAM)

• CPU: 700 MHz ARM1176JZF-S core (ARM11-Familie)

• GPU: Broadcom VideoCore IV, OpenGL ES 2.0, 1080p30 h.264/MPEG-4 AVC High-Profile-Decoder

• 256 MB SDRAM

• Video outputs: Composite RCA, HDMI

• Audio outputs: 3.5 mm Audiobuchse, HDMI

• Unterstützte Speicherkarten: SD, MMC, SDIO-kompatible-Steckplätze

• 10/100-MBit-Ethernet RJ45

• 2 x USB 2.0

• microUSB Port zur Stromversorgung

• Abmessungen: 85,6 x 53,98 x 17 mm

• Der Raspberry Pi wird mit dem Linux-Betriebssystem Fedora ausgeliefert, er ist aber auch Debian-kompatibel. Der Raspberry PI bootet von der SD-Karte.

Zusätzlich zum derzeitigen Raspberry Pi Modell B ist in Kürze auch eine abgespeckte Variante A geplant: Diese verzichtet auf USB und 10/100-MBit-Ethernet.

Das Raspberry-Projekt

Hinter dem Projekt stehen unter anderem die Raspberry-Pi-Foundation und der bekannte Spieleentwickler David Braben, der sich vor allem mit dem Klassiker "Elite" einen Namen gemacht hat. Deren Ziel ist es, mit Hilfe eines günstigen Rechners nicht nur technikinteressierte Studenten, sondern auch Schüler, insbesondere aus sozial schwachen Familien, zum Programmieren und Tüfteln anzuregen und ihnen die Nutzung von Office-Programmen zu ermöglichen.

Überfordert waren bei Verkaufsstart nicht nur die Server von RS Components und Farnell, sondern auch die Webseite der Entwickler des Raspberry Pi. Nach Angaben der Raspberry Pi Foundation hat die Mailingliste mittlerweile weit über 100.000 Abonnenten und der offizielle Twitter-Account kommt auf knapp 35.000 Follower. //MK

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