BuS Elektronik

Riesaer EMS-Anbieter schließt zweijährigen Umbau ab

21.07.2009 | Autor / Redakteur: Marisa Robles Consée / Claudia Mallok

Dr. Werner J. Maiwald, Geschäftsführer BuS Elektronik: „Unsere ambitionierten Ziele mussten wir jetzt etwas zurückstecken und haben uns auf ein niedrigeres Niveau eingestellt.“
Dr. Werner J. Maiwald, Geschäftsführer BuS Elektronik: „Unsere ambitionierten Ziele mussten wir jetzt etwas zurückstecken und haben uns auf ein niedrigeres Niveau eingestellt.“

Nach gut zwei Jahren hat der EMS-Anbieter BuS Elektronik GmbH in Riesa seine massiven Umbaumaßnahmen abgeschlossen und seine Produktionsfläche auf 17.000 Quadratmeter erweitert. Obwohl die Krise die Wachstumspläne gedämpft hat, blickt man zuversichtlich in die Zukunft und will mit „diversifizierten maßgeschneiderte Lösungen“ aufwarten.

Dr. Werner J. Maiwald, Gesellschafter und Geschäftsführer von BuS Elektronik will mit den abgeschlossenen umfangreichen Umbauten effizienter den Kundenbedürfnissen nachgehen. „BuS Elektronik hat jetzt fast die ursprüngliche Firmengröße der ehemaligen VEB Robotron Elektronik Riesa erreicht“, verkündet er und verweist darauf, dass sich die Produktionsfläche auf 17.000 Quadratmeter erweitert hat.

Seit der Firmengründung vor mehr als 15 Jahren habe sich das Unternehmen eines prosperierenden Wachstums erfreut, merkt er an und belegt die kontinuierliche Umsatzsteigerung denn auch mit Zahlen: Mit einem Umsatzplus von 20% auf 97,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2007 wurde zwar die 100-Millionen-Euro-Hürde mit 678 Mitarbeitern knapp verfehlt. Jedoch wurde 2006 ein Umsatzwachstum von 18% auf 81 Mio. Euro (2005: 68,8 Mio. Euro) realisiert.

Die aktuelle Wirtschaftskrise dämpft die Euphorie allerdings: „Unsere ambitionierten Ziele mussten wir etwas zurückstecken, so dass wir uns nun auf ein niedrigeres Niveau eingestellt haben“, räumt der BuS-Chef ein. Bereits zum Ende des Jahres 2008 zeichneten sich die ersten schwarzen Wolken am Horizont ab, die sich in den Umsatzzahlen niederschlugen, die mit 96,6 Mio. Euro etwas geringer ausfielen als im Jahr 2007. „Unsere Planungen sind so angepasst worden, dass auch im ‚worst case’ noch genügend Spielraum für neue Kunden und Geschäfte bleibt“, ist Dr. Maiwald zuversichtlich.

Alleinstellungsmerkmal: Dienstleistungstiefe

Interessant dabei ist, dass der EMS derzeit 216 Kunden aus unterschiedlichen Branchen zählt, mit einer großen Spannweite an unterschiedlichen Stückzahlen - Losgrößen je nach Produkt von eins bis 1 Mio. Stück; insgesamt ca. 17,4 Mio. Stück - und mit einer Vielzahl an gefertigten Baugruppen von 2.188 Typen (davon 690 neu) aufwarten kann. Immerhin: 60% erzielt der Mittelständler mit Einzelaufträgen. Das erklärt auch die dabei anfallende hohe Lagerhaltung von momentan 65.700 Bauteilen, welche „einen Mehrwert für Kunden darstellen“ sollen.

Etwa 10% des Umsatzes fließen als Investitionen zurück, die Dr. Maiwald kurz mit „Dienstleistung“ definiert. Konkret: „Wir können als Elektronikfertigungsdienstleister nur mit einer ausgeprägt guten Dienstleistung punkten. Alle EMS haben die gleichen guten Maschinen und Instrumente zur Verfügung, weshalb als einziges Alleinstellungsmerkmal die Tiefe der angebotenen Dienstleistung zählt.“

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