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RFID-Tracking in der Industrie: Zeit sparen mit RFID-Kabelbindern

Redakteur: Kristin Rinortner

RFID-Systeme vereinfachen die Nach- und Rückverfolgung von Produkten wesentlich. Mit RFID-Tags ausgestattete Kabelbinder lassen sich überall anbringen. Wir stellen einige Einsatzmöglichkeiten vor.

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RFID-Kabelbinder: Zeit sparen mit kontaktloser Produktkennzeichnung in vielen Applikationen. RFID-Kabelbinder unterstützen die Anforderungen von Industrie 4.0.
RFID-Kabelbinder: Zeit sparen mit kontaktloser Produktkennzeichnung in vielen Applikationen. RFID-Kabelbinder unterstützen die Anforderungen von Industrie 4.0.
(Bild: Bürklin)

Unternehmen verfolgen zunehmend die Kalibrierung und Wartung und dokumentieren diese. Um den Anforderungen im Hinblick auf Prozessoptimierung und Kostensenkung gerecht zu werden, hat HellermannTyton (Vertrieb: Bürklin) RFID-Kabelbinder und Zubehör zur digitalen Identifikation eingeführt.

Radio Frequency Identification, kurz RFID, ist ein Oberbergriff für Techniken zur berührungslosen Identifizierung von Objekten oder Personen. Die Datenübertragung erfolgt mittels hochfrequenter elektromagnetischer Wellen. Für die RFID-Erkennung benötigen die zu kennzeichnenden Produkte einen RFID-Transponder (Funketikett) oder einen RFID-Tag, welche auf die Anfrage des Lesegeräts reagieren können.

Die RFID-Technik ermöglicht die Übertragung von Daten an Güter ohne Kontakt und direkte Sicht. HellermannTyton bietet eine Auswahl an passiven RFID-Technologien (mit RFID-Tags ausgestattete Kabelbinder und Zubehörprodukte), die mit RFID-Lesegeräten für eine schnelle und präzise Berichterstattung ausgelesen werden können.

Passive RFID-Tags in Kabelbindern werden unter anderem verwendet für Betriebsmittel- und Vermögensverwaltung, Diebstahlsicherung und Nachverfolgung, Sicherheitskennzeichnung, wesentliche Wartungsarbeiten, Tagging von Gepäckstücken, Fahrzeugidentifikation und Automatisierungsprozesse.

RFID-Tracking für die Bestandsverwaltung

Ein Beispiel ist die Nachverfolgung von Produkten für die Betriebsmittelverwaltung, bei der RFID-Systeme eine wesentliche Vereinfachung der Kennzeichnung und Verwaltung von Werkzeugen und Ausrüstungen ermöglichen.

Hierbei genügt es, das zu kennzeichnende Produkt mit einem RFID-Kabelbinder auszustatten, das mit einem eindeutigen Code programmiert wurde. Es besteht entweder die Möglichkeit, den vorprogrammierten Code mit einer Datenbank zu verknüpfen oder bestimmte Code-Anforderungen an die Datenbank hinzuzufügen.

RFID-Tracking unter extremen Bedingungen

Bei extremen Bedingungen in der Produktionseinrichtung, beispielsweise bei Hitze, Schmutz und Feuchtigkeit, lassen sich RFID-Kabelbinder aus unterschiedlichen Materialien einsetzen. Ein Beispiel hierfür sind Reparaturarbeiten an Schläuchen durch einen Hydraulik-Service. Eine Mischung aus Hydrauliköl, Schraubenlösung und Schmutz hat die herkömmliche Produktkennzeichnung unlesbar gemacht. Für das Servicepersonal stellte dies ein erhebliches Problem dar. Um welchen Schlauchtyp handelt es sich, was ist die maximale Druckbelastung des Schlauches? Wann wurde der Schlauch hergestellt und eingebaut? Wer hat zuletzt daran gearbeitet?

Prozesse werden auch hinsichtlich der Nachverfolgbarkeit von Bauteilen vereinfacht und optimiert. Dies gilt zum Beispiel im Falle von Mängeln, Rückrufaktionen oder der Überwachung von Wartungsintervallen. Oder auch für die Produktkennzeichnung im Allgemeinen, zum Beispiel beim Einbau von Elementen in Automobile.

RFID-Tracking in der Automobilindustrie

In der Automobilindustrie ist der RFID-Kabelbinder auch eine Sicherheitsmaßnahme, die zuverlässiger ist und weniger Aufwand erfordert als herkömmliche Kennzeichnungslösungen. Wird der Kabelbinder abgetrennt, kann er nicht wiederverwendet werden.

Auf diese Weise wird die Echtheit der Informationen auf dem RFID-Kabelbinder als Produktkennzeichnung garantiert. So kann zum Beispiel sehr genau nachverfolgt werden, welcher Mitarbeiter an welchem Datum welches Bauteil mit welchen Eigenschaften in welcher Fabrik eingebaut hat.

Dieser Beitrag ist im Sonderheft Elektromechanik II der ELEKTRONIKPRAXIS (Download PDF) erschienen.

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