Fraunhofer IMS RFID-Signale durch Metall verlustfrei übertragen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Forscher vom Fraunhofer IMS können erstmals Daten von RFID-Chips aus metallische Werkzeuge übertragen. Dabei wird der Übertragungsweg unterteilt.

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Forscher des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS in Duisburg haben im Auftrag der Kelch & Links erstmalig eine Möglichkeit gefunden, wie RFID-Chips in metallischen Werkzeuge zu integrieren sind. Auf Anfrage funken die Datenspeicher die benötigten Informationen an ein Lesegerät außerhalb der metallischen Spindel, die das Werkzeug mit dem Adapter aufnimmt. Die Herausforderung dabei war, dass Metall Strahlung abschirmt: „Wir haben den Übertragungsweg unterteilt“, erklärt Dr. Gerd vom Bögel, Gruppenleiter am IMS.

Kabel überträgt Daten bis zur Grenzfläche

„Vom RFID-Chip, der sich im Adapter befindet, übertragen wir die Daten zunächst mit einem Kabel bis an die Grenzfläche zwischen Adapter und Spindel. Hier leiten zwei Antennenspulen die Daten drahtlos an die Spindel weiter – eine Spule befindet sich dabei im Einsatzmodul, die andere in der Spindel. Ebenso überbrücken wir die Grenzfläche zwischen der drehbaren Spindel und dem feststehenden Teil des Messgeräts drahtlos.“

Eine Kleinserie der RFID-Messgeräte ist bereits in im Einsatz. Vom Bögel sieht auch weitere Einsatzbereiche: „Das Übertragungsprinzip lässt sich überall dort nutzen, wo Informationen über mehrere Strecken hinweg drahtlos übermittelt werden müssen – etwa in Roboterarmen, die drehbare Gelenke haben.“

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