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Zweites Leben für E-Auto-Akkus Renault plant stationäre Mega-Batterie

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Reicht die Ladekapazität einer Batterie nicht mehr zum Antrieb eines Elektroautos, kann sie als stationärer Speicher dienen. Nun plant Renault-Nissan den Bau einer Megabatterie für Haushalte – für den Autobauer ein neues Geschäftsfeld.

Auf Grundlage ausgedienter E-Auto-Batterien plant Renault-Nissan den Bau einer Megabatterie.
Auf Grundlage ausgedienter E-Auto-Batterien plant Renault-Nissan den Bau einer Megabatterie.
(Bild: Renault)

Autobauer Renault-Nissan will seine Aktivitäten jenseits des Kerngeschäfts ausbauen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters prüft der Konzern den Einstieg in den Energiemarkt. Dazu soll eine Mega-Batterie mit einer Leistung von 100 Megawatt gebaut werden.

Der Speicher wäre groß genug, um 120.000 Haushalte zu Spitzenzeiten mit Strom zu versorgen, sagten nicht näher genannte Insider der Agentur. Dies könnte dazu beitragen, Engpässe am Energiemarkt zu verhindern. Renault arbeite dazu mit dem Münchner Unternehmen The Mobility House zusammen.

Laut Reuters sollen in dem Werk gebrauchte Autobatterien eingesetzt werden, deren Ladekapazitäten nicht mehr für den Betrieb eines Elektroautos ausreichten. Als Standort kämen etwa Deutschland und in die Niederlanden infrage. Eine Renault-Sprecherin sagte gegenüber der Nachrichtenagentur, das Speicherprojekt befinde sich in der „Studienphase“.

Für den französisch-japanischen Autobauer wäre das Geschäftsfeld nicht ganz neu. Nissan hat bereits einen Stromspeicher für das Stadion Amsterdam Arena gebaut.

Den Einsatz ausgedienter E-Auto-Batterien in privaten Haushalten prüft Renault gemeinsam mit dem Unternehmen Powervault. Dies würde einem Haushalt ermöglichen, die über eigene Solarzellen erzeugte Energie zu speichern oder günstigen Strom aus dem Netz aufzunehmen und zu speichern.

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