DMASS Rekordwachstum von 39,4 % für die europäische Halbleiterdistribution

Von Margit Kuther

DMASS meldet für das vierte Quartal 2021 ein Wachstum von 39,4 % bei Halbleitern und 39,5 % bei Verbindungselementen, passiven und elektromechanischen Komponenten. Die Bauteileverknappung wird bis weit in das Jahr 2022 anhalten.

Anbieter zum Thema

DMASS: Der Halbleiterumsatz stieg gegenüber Q4/2020 auf ein neues Rekordniveau von 2,62 Mrd. Euro.
DMASS: Der Halbleiterumsatz stieg gegenüber Q4/2020 auf ein neues Rekordniveau von 2,62 Mrd. Euro.
(Bild: DMASS)

Die europäische Bauelemente-Distribution verzeichnete im vierten Quartal 2021 ein massives Wachstum und beendete das Jahr 2021 insgesamt mit einem neuen Rekordumsatz. Der Halbleiterumsatz stieg nach Angaben der Mitglieder um 39,4 % gegenüber Q4/2020 auf ein neues Rekordniveau von 2,62 Mrd. Euro. IP&E-Komponenten (Steckverbinder, passive und elektromechanische Komponenten) wuchsen um 39,5 % auf 1,13 Milliarden Euro, ebenfalls ein neuer Rekord. Insgesamt stieg der Umsatz der Distribution im Jahr 2021 über alle Komponenten hinweg um 25,4 % auf über 13,9 Mrd. Euro.

Hermann Reiter, Vorsitzender von DMASS: „Wir haben in der Vergangenheit ähnliche oder höhere Wachstumsraten in der Distribution gesehen, aber das Umsatzniveau, das wir 2021 erreicht haben, ist beispiellos. In Anbetracht der Tatsache, dass der Druck auf dem Komponentenmarkt noch immer anhält – was sich in extrem hohen Auftragseingängen, riesigen Auftragsbeständen und Vorlaufzeiten bis weit ins Jahr 2023 hinein ausdrückt – geht unser Optimismus für das neue Jahr mit einer gewissen Besorgnis über die Auswirkungen des Mangels auf die Wachstumsraten unserer Kunden einher. Die Wachstumschancen sind groß, aber auch die Risiken, die sich angesammelt haben, etwa Doppelbestellungen und potenzielle neue Risiken, wie Unterbrechungen der Lieferkette im Zusammenhang mit Covid und geopolitische Konflikte."

Der deutsche Halbleitermarkt legte um 44,4 Prozent zu

Auch bei den Halbleitern gab es im 4. Quartal in den verschiedenen Regionen und Ländern Europas eine recht große Bandbreite an Wachstumsraten, die von 16 % bis 55 % reichten. Die wichtigsten Länder landeten jedoch in der gleichen Zone: Deutschland wuchs um 44,4 % auf 707 Mio. Euro, Osteuropa um 30,5 % auf 467 Mio. Euro, Italien um erstaunliche 50,9 % auf 233 Mio. Euro, Frankreich um 43 % auf 170 Mio. Euro und das Vereinigte Königreich um 42,8 % auf 174 Mio. Euro. Auf Jahresbasis wuchsen fast alle Länder um einen gesunden zweistelligen Prozentsatz.

Speicher legten um 64,3%zu

Nach Produkten und Produktgruppen waren die Speicher die am schnellsten wachsende Halbleiterproduktgruppe im vierten Quartal mit einem Anstieg von 64,3% auf 284 Mio. Euro, gefolgt von den diskreten Produkten mit einem Wachstum von 54,9 % und einem Gesamtumsatz von 155 Mio. Euro. Die wichtigsten Produktgruppen, Analog und MOS Micro, wuchsen um 39,3 % bzw. 34,5 % auf 729 Mio. Euro bzw. 517 Mio. Euro. Stromversorgungen, Sensoren und Standardlogik blieben über dem Durchschnitt, während Opto, programmiere Logik und sonstige Logikbausteine unter dem Durchschnitt lagen. Auf Jahresebene waren die großen Gewinner Diskrete, Speicher, Sensoren und Stromversorgungen.

Rekordwachstum bei IP&E-Komponenten

Steckverbinder, passive und elektromechanische Komponenten (IP&E) wiesen große Parallelen zu den Halbleitern auf und übertrafen diese sogar auf Jahresbasis. Ein jährliches Wachstum von 32,1 % auf 4,36 Mrd. Euro stellt einen neuen Rekord seit Beginn der IP&E-Berichterstattung dar. Im 4. Quartal wuchsen IP&E um 39,5 % auf 1,13 Mrd. Euro. Das regionale Wachstum war gleichmäßig verteilt, mit Ausnahme eines Rückstands in Russland.

Auf der Produktseite blieben die Passiven mit einem Anstieg von 40,6 % auf 534 Millionen Euro die größte Gruppe, dicht gefolgt von den elektromechanischen Produkten (einschließlich Steckverbindern), die um 38,7% auf 525 Millionen Euro zulegten. Stromversorgungen (einschließlich Batterien), die kleinste Gruppe, blieb mit einem Wachstum von 36,9 % und einem Umsatz von 68 Millionen Euro konstant. Auf Jahresebene zeigten sowohl die Passiven als auch die Elektromechanik eine ausgewogene Wachstumsleistung.

Vorstandsvorsitzender Hermann Reiter: „Es ist großartig zu sehen, dass sich unser Markt so gut entwickelt, wir haben unsere jüngsten Erwartungen um einiges übertroffen. Es war interessant zu sehen, dass IP&E im Vergleich zu Q3 zurückfiel, während Halbleiter bis zum Jahresende stark blieben. Wir gehen davon aus, dass 2022 ein weiteres starkes Jahr wird, und hoffen, dass sich die Probleme in der Lieferkette, wie kürzlich aus China berichtet, wo es zu Produktionsstopps aufgrund von Covid-19-Infektionen kam, bald lösen werden. Wie bereits erwähnt, liegen die größten Risiken nach wie vor in den geopolitischen Krisen zwischen den Großmächten. Es bleibt zu hoffen, dass die gegensätzlichen Interessen zum Wohle unseres gemeinsamen Geschäfts bald geklärt werden."

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:47986240)