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TQ Gruppe Reinraum zur Fertigung von Baugruppen für die Luftfahrt eingerichtet

| Redakteur: Claudia Mallok

Der bayerische EMS-Anbieter TQ hat seine Fertigungskapazitäten in Seefeld bei München um einen 105 Quadratmeter großen Reinraum der Klasse ISO 8.3/100.000 erweitert. Neben der Zertifizierung nach EN 9100:2003 ist das für den Systemlieferanten ein weiterer Schritt zum Zulieferer von Elektronikbaugruppen für die Luft- und Raumfahrt.

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TQ-Geschäftsführer Rüdiger Stahl hat die Voraussetzungen zur Fertigung von Baugruppen für die Raumfahrt geschaffen
TQ-Geschäftsführer Rüdiger Stahl hat die Voraussetzungen zur Fertigung von Baugruppen für die Raumfahrt geschaffen
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Elektronikdienstleister TQ hat seine Möglichkeiten, unter reinen Umgebungsbedingen Elektronik zu fertigen, um einen Reinraum der Klasse ISO 8.3/100.000 erweitert. Neben einem bereits installierten Reinraumzelt sowie zahlreichen Laminar-Flow-Boxen sind die technologischen Voraussetzungen geschaffen, für die Luft- und Raumfahrttechnik zu fertigen. Zudem stehe der Reinraum auch für Projekte anderer Branchen zur Verfügung, in denen eine Fertigung in gefilterter Luft sinnvoll ist wie z.B. das Verbinden von Glas und Display für Anzeigesysteme oder optische Systeme für die Medizintechnik.

Auslöser für den neuen Reinraum am TQ-Hauptsitz in Seefeld bei München war ein Neukunde aus der Satellitentechnik. Um die hohen Fertigungsanforderungen zu erfüllen, wurde ein 105 Quadratmeter großer Reinraum errichtet und mit 10 Arbeitsplätzen ausgestattet. Klimatechniksysteme, Dampfluftbefeuchter sowie Filter- und Lüftereinheiten regeln das Raumklima und tauschen 14-mal in der Stunde die Luft aus.

„Da defekte Elektronik im Weltall äußerst teuer kommen kann, steht in dieser Branche eine zuverlässige und nachvollziehbare Qualität im Vordergrund“, schildert TQ-Geschäftsführer Rüdiger Stahl. „Neben dem Reinraum ist spezielles Mitarbeiter-Know-how Voraussetzung. Wir haben 7 Mitarbeiter in 12 Schulungswochen in den speziellen Anforderungen an Raumfahrt-Baugruppen theoretisch und praktisch ausbilden lassen, so dass wir nun für diese Branche bestens gewappnet sind“, betont Stahl.

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