Temperatur-Überwachungssystem

RedGuard optimiert Arbeitssicherheit im Kraftwerk Lausanne

01.11.2007 | Redakteur: Wolfgang Leppert

Mit RedGuard mehr Sicherheit im Müllheizkraftwerk Lausanne
Mit RedGuard mehr Sicherheit im Müllheizkraftwerk Lausanne

Seit kurzem sorgt das Temperatur-Überwachungssystem RedGuard für Sicherheit im Müllheizkraftwerk der Stadt Lausanne. Es identifiziert sicher alle Gefahrenquellen, die sich durch einen Temperaturanstieg bemerkbar machen.

Die Stadt Lausanne besitzt eines der modernsten Müllheizkraftwerke Europas. Abfälle aus der gesamten Schweiz werden per Bahn angeliefert, umweltschonend verbrannt und mit einem hohen Wirkungsgrad zu Wärme- und Elektro-Energie verarbeitet. Diese wird dann in Form von Strom, Dampf oder Warmwasser über einen unterirdischen Tunnel an ein weiteres innerstädtisches Kraftwerk geleitet. Der Tunnel ist etwa 1 km lang und mit 3 m Höhe und 2 m Breite relativ eng in seinen Ausmaßen.

Unfallversicherung verlangt ein effizientes Vorwarnsystem

In den Leitungen, die sich im Tunnel befinden, werden Dampf und Wasser unter hohem Druck transportiert; Leckagen können schnell zur Unfallgefahr werden. Zudem können die Hochspannungskabel aufgrund der Eigenerwärmung zu Bränden führen. Von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) wurde dem Betreiber des Kraftwerks daher die Auflage erteilt, ein Vorwarnsystem zu installieren, das bei einem Leck oder Brand sofort anspricht und den Unfallherd gleichzeitig lokalisiert. Die Facharbeiter des Müllheizkraftwerks, die zur Durchführung von Reparatur-, Wartungs- und Instandhaltungs-Arbeiten den Tunnel begehen und sich in ihm aufhalten müssen, werden somit geschützt.

Neben den sicherheitstechnischen Anforderungen wurden vom Betreiber weitergehende Forderungen definiert, um das Überwachungssystem in die vorhandene steuerungs- und überwachungstechnische Infrastruktur einfach zu integrieren und gleichzeitig den wirtschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden.

Flexible Sensorik und Langzeit-Stabilität sind die Pluspunkte

Aufgrund der Gefahrenquellen, die sich stets durch einen Temperaturanstieg bemerkbar machen, ist das RedGuard Temperatur-Überwachungssystem mit seinen definierten Sensorabständen für die räumliche Temperaturbeobachtung besonders gut geeignet. Die kalibrierten Sensoren und die erprobte Langzeit-Stabilität bieten eine langfristig sichere und wartungsarme Überwachungslösung. Der flexible Sensorabstand (2, 4, 7, 10 oder 20 m) des Sensorkabels ermöglichte zudem die Auswahl der passenden sicherheitstechnischen und wirtschaftlichen Lösung (20 m). Das Sensorkabel wurde ohne größeren Aufwand in die vorhandene Kabeltrasse installiert.

Und mit Hilfe der ModBus-Schnittstelle (SSP-Steuerung) war auch die Integration in die vorhandene BUS-Infrastruktur mit geringem Projektierungsaufwand möglich. Der Datenaustausch mit der Leitwarte geschieht über den internen Ethernet-Bus.

Sichere Kontrolle im 20 Sekunden-Takt

Diese Lösung ermöglicht alle 20 Sekunden das Auslesen der Temperaturwerte von über 40 Sensoren. Diese Daten werden direkt zur Leitwarte übertragen. Die zeitnahe Visualisierung der Temperaturwerte über die gesamte Tunnellänge ermöglicht eine kontinuierliche und sichere Überwachung sowie eine schnelle Reaktion im Ereignisfall. Der Schutz der Mitarbeiter und der Anlage ist somit gewährleistet.

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