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Gerüchte um Raspberry Pi A Raspberry Pi – Industrietaugliche Variante A aufgespürt

| Redakteur: Margit Kuther

Raspberry Pi A, eine abgespeckte, energiesparendere Variante des aktuellen Raspberry Pi B, soll auf den Markt kommen. Die ELEKTRONIPRAXIS zeigt erste Bilder und verrät Details.

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Raspberry Pi Modell A: Pete Wood, Designspark, zeigt, dass der Raspberry Pi A im Gegensatz zum aktuellen Raspberry Pi Modell B nur eine statt zwei USB-Buchsen hat
Raspberry Pi Modell A: Pete Wood, Designspark, zeigt, dass der Raspberry Pi A im Gegensatz zum aktuellen Raspberry Pi Modell B nur eine statt zwei USB-Buchsen hat
(Bild: Pete Wood, Designspark)

Raspberry Pi Modell A ist kein Unbekannter: Die Entwürfe für die abgespeckte Variante des aktuell gängigen Raspberry Pi Modell B haben die Initiatoren der Mini-PC-Platine, die Raspberry Pi Foundation, schon lange in der Schublade.

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Abgespeckter Raspberry Pi A

Die Entwürfe sahen für den Raspberry Pi A im Gegensatz zur Variante B nur einen USB-Port, 256 statt 512 MB RAM sowie kein 10/100-MBit-Ethernet vor. Nun soll auch der Raspberry Pi Modell A in Serie produziert werden; in genau dieser Konfiguration. Ob der Raspberry Pi A bis auf die erwähnten Unterschiede dem Raspberry Pi B entspricht, ist offen. Vieles spricht dafür.

Richtete sich die Raspberry Pi Foundation mit der Mini-PC-Platine Raspberry Pi Modell B insbesondere an Jungendliche um diese für die Technik zu begeistern, könnte der Raspberry Pi A auch für den industriellen Einsatz interessant werden:

Industrietauglicher Raspberry Pi A

Auf der Community-Site Designspark von RS Components verrät Pete Wood Details. Der DesignSpark Community Manager erhielt im Dezember 2012 einen Raspberry Pi A direkt von Eben Upton, Mitbegründer der Raspberry Pi Foundation:

Der Raspberry Pi Modell A ist im Grunde eine abgespeckte Variante des aktuell gängigen Raspberry Pi Modell B. Der Hauptunterschied zwischen Modell A und Modell B ist, dass Modell A 10/100-MBit-Ethernet (Chip und Buchse) fehlt. Desweiteren bietet er nur einen USB-Port und 256 MB SDRAM.

Energiesparender Raspberry Pi A

Der Raspberry Pi Modell A soll daher nur 1/10 des Energieverbrauchs des aktuellen Modells B haben.

Desweiteren weist Modell A wegen der fehlenden Ethernet-Buchse und der einfachen statt doppelstückigen USB-Buchse eine niedrigere Bauhöhe auf. Dies und der geringere Energieverbrauch prädestinieren Raspberry Pi Modell A für den industriellen Einsatz in mobilen, batteriebetriebenen Applikationen, etwa in der Robotik und als Datenlogger.

Pete Wood sieht den Raspberry Pi auch geeignet für Privatanwender, wenn diese auf der Suche nach einem extrem günstigen Media-Center sind.

Warum Raspberry Pi B für Privatanwender empfehlenswerter ist

Privatanwender sollten nicht nur die paar Euro Ersparnis sehen zwischen den Modellen A und B, sondern folgendes bedenken:

  • Der Raspberry Pi A hat nur einen USB-Port. Es ist auch nicht möglich, ihn durch einen zweiten zu erweitern, denn der SoC des Modells A unterstützt nur einen USB-Port und der ist direkt mit dem USB-Anschluss verbunden. Beim Raspberry Pi Modell B mit zwei USB-Anschlüssen ist der USB-Port mit einem kombinierten USB-/Ethernet-Chip verbunden, der wie ein USB-Hub arbeitet. Dieser Chip fehlt beim Modell A.
  • 256 MB RAM zwingen den Rapberry Pi bei speicherintensiven Einsätzen wie Multimediaprogrammen rasch in die Knie. Und wer an eine Portierung von Android auf den Raspberry denkt, der benötigt eh 512 MB RAM. Eine RAM-Erweiterung ist auf der Platine nicht vorgesehen.
  • Wer ein LAN nutzt, dem leistet die Ethernet-Schnittstelle wertvolle Dienste.

Raspberry Pi erhältlich über Farnell/element14 und RS Components

Raspberry Pi Modell A will die englische Raspberry Pi Foundation wie Modell B über die mit Hauptsitz in England ansässigen Distributoren Farnell und RS Components für rund $25 ohne Mehrwertsteuer und Versand vertreiben (Raspberry Pi B kostet rund 35 Euro). Erste Exemplare sollen im Laufe des Februar verfügbar sein. Mit einem Hype wie beim Start des Raspberry Pi B - innerhalb von einer Stunde waren die ersten 10.000 Exemplare verkauft - ist beim Modell A nicht zu rechnen.

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