Embedded-Boards

Raspberry, Arduino, BeagleBoard und Co. – ein Preis-/Leistungsvergleich

| Autor / Redakteur: David Sandys * / Margit Kuther

Raspberry Pi: eine der beliebtesten Low-Cost-Platinen
Raspberry Pi: eine der beliebtesten Low-Cost-Platinen (Bild: Farnell)

Leistungsstarke Platinen unter 100 Dollar erobern den Markt. Entwickler, die die jeweiligen Vorteile kennen, können anspruchsvolle Projekte realisieren. Digi-Key präsentiert kostengünstige Entwicklungsplattformen.

Der Markt bietet zahlreiche leistungsstarke Boards für weniger als 100 Dollar. Doch wie finden Entwickler die ideale Platine für ihr Projekt? Das Vergleichstool von Digi-Key führt durch den Board-Dschungel.

In den letzten Jahren gab es eine Vielzahl modularer Entwicklungs- und Demokarten unter 100 Dollar, etwa Raspberry Pi, Arduino, BeagleBoard und das Tower-System von Freescale. Doch obwohl die Preise ähnlich sind, unterscheiden sich die Boards in Benutzerfreundlichkeit, Funktionalität und Flexibilität ungemein. Jedes von ihnen bietet Vor- und Nachteile wenn es darum geht, die anspruchsvollen Bedürfnisse der Entwickler zu erfüllen.

Doch obgleich die Platinen preiswert sind, lohnt es sich für Anwender, diese genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn nur so finden potenzielle Nutzer die für ihre jeweilige Anwendung optimale Platine.

Raspberry Pi, eingeschränkt Industrie-tauglich

Zweifellos eine der prominentesten dieser Plattformen ist der Raspberry Pi. Für nur 25 Dollar erhalten Anwender eine Platine, eine GNU-basierende IDE und eine große, aktive Community. Rasperry Pi bietet beispielsweise alles, wenn man einen automatisierten Kühlschranktüralarm für das Zuhause entwickeln möchte, so dass etwa die Kinder daran erinnert werden, die offene Tür zu schließen. Doch für den industriellen Einsatz ist der Raspberry Pi nur bedingt geeignet.

Eine Umfrage der Crowdsourcing-Website Kickstarter zeigt, dass es rund 40 Live-Projekte auf der Suche nach Finanzierung zur Raspberry Pi-Plattform und rund 130 Projekte zur Arduino-Plattform gibt. Warum hat Arduino die Nase vorn? Die Ursache ist folgende: Soll ein Design in Produktion gehen, ist sicherzustellen, dass, nicht nur das Design abgedeckt ist, sondern auch Prototypen und Skalierbarkeit in der Produktion möglich sind.

Der Raspberry Pi verwendet aber ein ARM1176-basiertes SoC von Broadcom und obwohl es noch Lizenznehmer für den ARM11-Kern gibt, sind die meisten Lizenznehmer schon von den klassischen ARM-Architekturen auf die modernen Cortex-Systeme gewechselt. Auch ARM empfiehlt in seinem Beitrag „Considering an ARM1176-based design“einen Blick auf die Cortex-A5-basierenden Komponenten für neuere SoC-Designs zu werfen.

Darüber hinaus haben alle Alternativen zum Raspberry Pi mehrere Versionen, die die spezifischen Peripheriefunktionen des jeweiligen MCU-Familienmitglieds ausführen. Bis heute gibt es nur zwei Versionen der Raspberry Pi, Modell A und Modell B.

Die einzigen Unterschiede sind Speicherbelegung( Modell A: 256 MB RAM; Modell B: 512 MB RAM) , Anzahl der USB-Ports (einen bei Modell A, zwei bei Modell B), Ethernet-Anschluss (fehlt bei Modell A), eine Reset-Schaltung und ein Montageloch. Insgesamt ist die Funktionalität zwischen den beiden Pi-Plattformen ziemlich konstant.

Ergänzendes zum Thema
 
Raspberry-Pi-Projekte auf ELEKTRONIKPRAXIS.de

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