Satellit Sentinel 1A

Radarfalle im All gegen Umweltsünder auf der Erde

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Wer steht hinter Copernicus?

Copernicus ist ein Gemeinschaftsvorhaben der Europäischen Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Es stellt ein weitreichendes Programm zur Sammlung, Aufbereitung und gezielten Auswertung von Fernerkundungsdaten der Erde dar. Es wird – nach dem europäischen Satellitennavigationssystem Galileo – gern als zweites Flaggschiff europäischer Weltraumpolitik angesehen.

Findet Copernicus nur im All statt?

Nein, um kontinuierlich zuverlässige Daten auf einheitlicher Grundlage im globalen Rahmen zu erhalten, sieht Copernicus den Auf- und Ausbau auch einer „In-situ“-Komponente zur Etablierung eines komplexen Netzwerkes vor. Unter dem Begriff „in situ“, also „an Ort und Stelle“, werden alle Beobachtungssysteme zusammengefasst, die nicht im Weltraum betrieben werden. Dazu gehören beispielsweise boden- oder seegestützte Sensoren, meteorologische Messeinrichtungen und Messbojen.

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Gehören nur die Sentinel-Satelliten zu Copernicus?

Nein, zu den geplanten sechs verschiedenen Sentinel-Satelliten der ESA kommt eine Reihe nationaler Fernerkundungssatelliten – beispielsweise aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Kanada und den USA – die als beitragende Missionen Daten liefern. Hier verhandelt die ESA mit den jeweiligen Eigentümern über den benötigten Datenzugriff und die Nutzungslizenzen. Derzeit stehen bereits über 30 Satelliten als beitragende Missionen zur Verfügung.

Muss man für die Copernicus-Daten bezahlen?

Die Sentinel-Daten und die Produkte der Kerndienste sind frei zugängig und kostenlos nutzbar. Mit dieser offenen Datenpolitik setzt die EU die Prinzipien zum freien Datenaustausch um. Die Politik will die breite Verwertung der Copernicus-Daten fördern und auf diese Weise selbst kleinsten Unternehmen den Einstieg mit neuen Geschäftsmodellen auf Basis der Daten ermöglichen.

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