Hamburger Hafen goes IoT:

Qualität der Hafenluft per Sensoren präzise ermitteln und auswerten

| Redakteur: Sebastian Gerstl

In einem gemeinsamen Pilotprojekt von IoT-Spezialist Kii und der Hamburg Port Authority (HPA) wurde die Funktionsfähigkeit von unterschiedlichen Umweltsensoren erprobt mit dem Ziel, punkt- und ortsgenau die Menge des Schwefeldioxid-, Stickstoffdioxid- und Feinstaubausstoßes an verschiedenen Stellen im Hamburger Hafen genau nachzuvollziehen.
In einem gemeinsamen Pilotprojekt von IoT-Spezialist Kii und der Hamburg Port Authority (HPA) wurde die Funktionsfähigkeit von unterschiedlichen Umweltsensoren erprobt mit dem Ziel, punkt- und ortsgenau die Menge des Schwefeldioxid-, Stickstoffdioxid- und Feinstaubausstoßes an verschiedenen Stellen im Hamburger Hafen genau nachzuvollziehen. (Bild: Kii Inc.)

Die Hamburg Port Authority (HPA) startete im März 2016 ein IoT-Pilotprojekt: Ziel war es, den Schwefeldioxid-, Stickstoffdioxid- und Feinstaubausstoß an verschiedenen Stellen im Hamburger Hafen mittels Sensoren aufzeichnen zu können. Emissionswerte wurden über einen Zeitraum von drei Monaten zentral auf der Kii IoT-Plattform gesammelt und für Analysen aufbereitet.

Die HPA entwickelt zahlreiche Lösungen wie zum Beispiel die Bereitstellung von Landstrom für Kreuzfahrtschiffe während der Liegezeiten, um die Emissionen im Hamburger Hafen zu reduzieren. Um die Wirksamkeit von solchen Maßnahmen prüfen und die Quellen für Luftverschmutzung identifizieren zu können, sollten intelligente Messanlagen prototypisch installiert werden. Dazu initiierte die HPA gemeinsam mit dem IoT-Experten Kii ein Pilotprojekt. Dieses wurde in Partnerschaft mit dem Hersteller AQMesh durchgeführt, der kabellose, batteriebetriebene Outdoor-Sensoren für die Messung von Luftqualität bereitstellte.

Emissionswerte via Cloud für Analysen aufbereiten

Datenanalyse: Das Kii-Dashboard zeigt Live-Daten der Umweltsensoren an.
Datenanalyse: Das Kii-Dashboard zeigt Live-Daten der Umweltsensoren an. (Bild: Kii Inc.)

Im Rahmen des Pilotprojekts wurden an drei verschiedenen Punkten im Hafen Sensoren platziert. Die Sensoren erfassen u.a. die Stickstoffdioxid- , Schwefeldioxid- und Feinstaubbelastung, liefern aber auch Daten zu Temperatur, Luftdruck oder Luftfeuchtigkeit, die in spätere Analysen der HPA einfließen. Alle aufgenommenen Sensordaten liefen via Mobilfunkverbindung an ein Gateway und wurden dann direkt zur Kii Cloud übertragen. Die Cloud-Plattform sammelte die Daten, bereitete sie auf und machte sie über APIs auf einem übersichtlichen Web-Dashboard für die Mitarbeiter der HPA für Analysen verfügbar.

„Das IoT-Pilotprojekt lief für uns sehr erfolgreich“, fasst Ulrich Baldauf, Leitung IT-Strategie bei der HPA, zusammen. „Wir konnten zahlreiche Parameter der Luftverschmutzung live messen, wie z.B. die Emission von Feinstaub der Partikelgröße PM2,5 und PM10 oder zum Teil sogar Stickstoffdioxide, die in der Regel nur 10 Milliardstel in der Gesamtluft ausmachen. Die Kii Cloud ermöglichte es uns, die verschiedenen Datenquellen einheitlich zu sammeln und für Analysen aufzubereiten.“

„Wir haben mit diesem IoT-Pilotprojekt nicht nur gezeigt, dass wir komplexe Projekte innerhalb kurzer Zeit und im Rahmen des Budgets implementieren können; wir konnten auch die Potenziale einer Echtzeit-Emissionsmessung für den Hamburger Hafen aufzeigen“, erklärt Martin Tantow, Kii General Manager. „Die von uns implementierte IoT-Lösung erlaubte uns, die Sensoren an kritischen Punkten des Schiffs- und Strassenverkehrsnetzes zu installieren und Echtzeitwerte zu erhalten und für Analysen aufzubereiten. Kii hat in Hamburg bewiesen, wie effektiv Städte die Luftverschmutzung mittels IoT überwachen können.“

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