GSM/GPRS

Punkt-zu-Punkt-Verbindung im GSM-Netz hat Zukunft

| Redakteur: Gerd Kucera

Auch im Zeitalter von Internet und UMTS erfreut sich die „klassische“ Punkt-zu-Punkt-Verbindung, bei der eine Datenverbindung via Telefonanruf aufgebaut wird, großer Beliebtheit.

Die Datenübertragung über das akustische Modem und Telefonleitung war vor etwas mehr als 30 Jahren eine hochaktuelle Kommunikationstechnik Die damals real vorhandenen direkten Leitungsverbindungen zwischen zwei Modems sind nun durch virtuelle Direktleitungen ersetzt; aber auch in Zeiten des Internetzes gibt es große Anwenderkreise, die sich an der Punkt-zu-Punkt-Verbindung über Einwahl erfreuen.

Punkt-zu-Punkt-Einwahlverbindungen im GSM-Netz

Im GSM-Netz heißt der Dienst der Datenverbindung über Einwahl „Circuit Switched Data“ (kurz CSD). Und einige Anbieter haben sogar Highspeed-CSD (HSCSD) im Angebot. So sind also auch im Zeitalter der Mobilkommunikation noch Einwahlverbindungen möglich, allerdings unter Bedingungen, die vielen Nutzern problematisch erscheinen:

Die Datenübertragungsgeschwindigkeit ist mit 9.600 oder 14.400 bps (HSCSD bis zu drei mal schneller) relativ gering; CSD/HSCSD wird nicht nach Datenmenge, sondern im Zeittakt abgerechnet; CSD/HSCSD-Datentarife sind relativ teuer; CSD/HSCSD wird von den Netzanbietern nur noch begrenzte Zeit angeboten und CSD/HSCSD ist in einigen Ländern nicht verfügbar.

Selbstverständlich stehen GPRS, EDGE und UMTS bereit, Daten zu transportieren, aber hier wäre erst einmal die Investition in neue Hardware und Software notwendig, weil diese IP-basierte Technik vollkommen anders funktioniert und andere Datentransmitter erfordert.

In Anbetracht dieser Situation gehen viele Anwender davon aus, ihre komplette Hardware auf IP-basierte Technik (GPRS, EDGE, UMTS) umstellen zu müssen. Aber das ist nicht wirklich notwendig. Denn ein an die Erfordernisse der Einwahlverbindung angepasstes Modem kann der vorhandenen Hardware die gewohnte Arbeitsumgebung bieten, dabei aber die Datenübertragung mittels GPRS, EDGE oder UMTS nutzen!

Das GSM-Speed-Modem des Herstellers Wireless Netcontrol in Hohen Neuendorf arbeitet in der bekannten Art und Weise mit dem üblichen Einwahlverfahren mittels „atdt“. Über eine Telefonnummer wird der Verbindungspartner gewählt und das Speed-Modem der angerufenen Gegenstelle meldet den eingehenden Ruf mit einem „Ring“. Anschließend wird der Ruf entweder automatisch oder mit dem Befehl „ata“ angenommen. Ein „Connect“ auf beiden Seiten schließt den Verbindungsaufbau ab.

Einwahlverfahren kombiniert mit GPRS-Datenverbindung

Die Besonderheit des GSM-Speed-Modems besteht darin, dass dieses Modem zwar das übliche Einwahlverfahren benutzt, tatsächlich aber den Datenkanal über eine GPRS-Datenverbindung realisiert. Der Nutzer kombiniert also die gewohnten Vorteile des Einwahlverfahrens mit den hohen Datenraten, die bei GPRS möglich sind (170 bis 340 kBit/s) und den bei GPRS bekanntermaßen niedrigen Kosten.

Das GSM-Speed-Modem bietet für den Anwender die ideale Technologie, um das CSD-Einwahl-Verfahren auch in Zeiten von GPRS und UMTS zu nutzen. Es kombiniert die Vorteile beider Welten auf einzigartige Weise und ist zu dem preiswert und leicht zu implementieren.

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Sehr geehrter Herr Breuer, vielen Dank für Ihr Interesse für die Thematik und Ihren...  lesen
posted am 28.07.2011 um 16:14 von Unregistriert

Für mich stellt sich nur noch eine Frage, wird die IP – Verbindung erst nach dem...  lesen
posted am 28.07.2011 um 09:22 von Dieter.breuer


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