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Kühlsysteme Pulsierende Wickless-Heatpipe-Systeme ins All gestartet

| Redakteur: Kristin Rinortner

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(Bild: Aavid Thermalloy)

Das im italienischen Entwicklungszentrum von Aavid Thermalloy in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation entwickelte pulsierende Heatpipe-System REXUS wurde vom Esrange Space Center im nordschwedischen Kiruna gestartet.

Es handelt sich um einen von zwei Prototypen, die für das INWIP-Projekt (Innovative Wickless Heat Pipe Systems) entwickelt wurden, um das Verhalten eines pulsierenden Heatpipe-Systems unter Mikrogravitationsbedingungen zu erforschen.

Das System besteht aus einem bogenförmigen, von Metallschaum umgebenen Aluminiumrohr in einem mit Paraffinwachs gefüllten Metallgehäuse. Die durch Dampfkugeln transportierte Hitze strömt in den Metallschaum und bringt das Paraffinwachs zum Schmelzen. Es wurden Tests durchgeführt, bei denen eine mit dem System ausgestattete REXUS-22-Rakete eine parabelförmige Flugbahn bis zu einer Höhe von 90 km verfolgte.

Der zweite für das INWIP-Projekt entwickelte und hergestellte Prototyp ist das ISS: ein mit 8 Peltier-Elementen verbundenes pulsierendes Heatpipe-System. Die durch Dampfkugeln transportierte Hitze strömt in das Aluminiumrohr und erhitzt eine Seite der Peltier-Elemente, während die andere Seite durch eine flüssigkeitsgekühlte Platte gekühlt wird.

Das Kühlsystem wird auf einem Parabelflug installiert, bei dem das Flugzeug 32 Parabeln verfolgen wird. Am Scheitelpunkt jeder Parabel wird die Schwerkraft durch die senkrechte Zugkraft ausgeglichen, und es entsteht ein 22 s langer Mikrogravitations-Übergangszustand. In diesem Zeitraum wird das Verhalten der pulsierenden Heatpipe beobachtet.

Ein weiteres Forschungsziel besteht in der Vorbereitung der systematischen Versuchsarbeit auf der thermischen Plattform1 (TP1) an Bord der Internationalen Raumstation zur Erforschung der Leistungsdaten von Kühlsystemen mit herkömmlichen und innovativen Arbeitsmedien.

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