Prozessor-IP-Spezialist Arm gründet Joint Venture in China

Redakteur: Michael Eckstein

Arm-IP direkt aus China: Über das neue Joint-Venture-Unternehmen Arm mini China will der führende Anbieter für Prozessor-IP seine Marktposition in China stärken.

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Neuzugang: Über das Joint Venture "Arm mini China" will Arm offenbar seinen Zugang zum chinesischen Technologie-Markt verbessern.
Neuzugang: Über das Joint Venture "Arm mini China" will Arm offenbar seinen Zugang zum chinesischen Technologie-Markt verbessern.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Das ursprünglich britische, mittlerweile japanische Unternehmen Arm, seines Zeichens führender Anbieter von Mikroprozessor-IP, hat angekündigt, über ein lokales Joint Venture seine Technologie direkt in China zu vermarkten. Bereits im Februar 2017 hatte Arm Pläne angekündigt, einen Joint-Venture-Standort in China aufzubauen. Ziel war und ist es demnach, einen effizienteren Zugang zum aufstrebende chinesischen Technologiemarkt aufzubauen. Im Visier hat man speziell die zukunftsträchtigen Märkte IoT, autonome Fahrzeuge, Cloud Computing, Big Data und mittlerweile verstärkt auch Künstliche Intelligenz.

Laut übereinstimmender Berichte wurde das Joint-Venture-Unternehmen Arm mini China nun offiziell in der chinesischen Tech-Metropole Shenzhen registriert. Während Arm 49 Prozent am Unternehmen hält, besitzt China 51 Prozent über Investoren wie die Bank of China und Baidu. Laut Berichten der Nikkei Asian Review und des chinesischen Onlineportals The Paper plant Arm mini China bereits einen Börsengang im eigenen Land.

China ist wichtiger Markt für Arm

Arm wollte gegenüber dem Nachrichtenmagazin EE Times bislang lediglich die Existenz des Joint Ventures bestätigen. Arm-IP-Kunden hätten ihre Auslieferungen in den 10 Jahren um mehr als das 110-fache gesteigert – was die enorme Bedeutung des chinesischen Markts für den IP-Anbieter unterstreicht. Damit noch mehr dort ansässige Firmen Arm-IP lizensieren können, hätte Arm einen lokalen Partner benötigt.

Der Stellungnahme zufolge würden chinesische Firmen Technologie bevorzugen, die von heimischen Firmen entwickelt wurde. So könnten sie sicher sein, dass die Arm-IP-Produkte für die Anforderungen des chinesischen Marktes maßgeschneidert seien.

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