Durchgängige IT und Touch

Produktionsoptimierung beim Dürener Laminathersteller Isola

| Autor / Redakteur: Alexander Bleeker* / Franz Graser

Touch-Screen-Lösung in der Endbearbeitung
Touch-Screen-Lösung in der Endbearbeitung (Bild: Membrain Software)

Mit Hilfe einer durchgängigen IT-Lösung und Touch-Screen-Eingabegeräten ist es dem Hersteller von Basismaterialien für Leiterplatten gelungen, die Dateineingabe mit den Produktionsprozessen zu integrieren und die Datenqualität zu verbessern.

Zur Produktion glasfaserverstärkter Basismaterialien müssen bei Isola fünf Prozesse – die Imprägnierung, das Eintafeln, das Pressen, das Austafeln und die Endbearbeitung - durchlaufen werden.

Ziel des Optimierungsprojektes war es zunächst, die Abläufe in der Produktionsstufe Endbearbeitung der Laminate zu optimieren. Dabei sollte die Datenerfassung, die im sogenannten. Abschreiberbüro stattfand, in die Produktion integriert werden. Ebenso erhoffte man sich eine Verbesserung der Datenqualität.

Ergänzendes zum Thema
 
Isola GmbH – Hersteller von Elektroniklaminaten

Die Optimierungsaufgaben wurden in Teilprojekte eingeteilt.

  • 1. Teilprojekt: Fehlererfassung
  • 2. Teilprojekt: Merkmalerfassung, Verwendungsentscheid, Kundenetikett und Verpackungs-/Kundenvorschriften
  • 3. Teilprojekt: Erstellung von Lieferschein und Qualitätsprüfzeugnis

Das erste. Teilprojekt wurde nach erfolgreicher Umsetzung in Düren auch in den drei Isola-Werken in den USA implementiert. Die Teilprojekte zwei und drei wurden aufgrund des im deutschen Werk bestehenden hohen Automatisierungsgrades nur in Düren umgesetzt.

Ausgangssituation: Datenerfassung im Abschreiberbüro

Seit 2003 fanden alle Dateneingaben und die damit verbundene Erstellung der Dokumente für die Produktionsstufe Endbearbeitung in einem eigens dafür vorgesehenen Abschreiberbüro statt. Die dazu notwendigen Transaktionen wurden vom Anlegen des Fertigungsauftrages bis zur Erstellung der Versandpapiere in SAP (GUI) vorgenommen. Zur Fehlererfassung erstellten die Produktionsmitarbeiter eine handschriftliche Fehlerliste, die im Abschreiberbüro in das System eingegeben wurde. Dies war sehr zeitaufwendig und verursachte Übertragungsfehler, was wiederum zu einer unbefriedigenden Datenqualität führte. Andererseits wären die Standard-Transaktionen von SAP zu komplex für die Bedienung durch die Produktions-Mitarbeiter gewesen.

Deshalb suchte Isola nach einer optimierten und schlankeren Lösung. Zunächst war angedacht, für die direkte Fehlererfassung in der Produktion eine mechanische Schalttafel einzusetzen. Später ging man zu der Idee über, Touch-Screen-Displays als Basis für die neue Lösung zu verwenden.

Forderung: Leichte Integration in die bestehende IT-Infrastruktur

Die Hauptanforderung an das neue System war es, möglichst viele etablierte Funktionen zu nutzen. Es sollte zudem über eine Schnittstelle zu SAP verfügen und sich leicht in die bestehende IT-Landschaft integrieren. Besonders wichtig war dabei die Einbindung aller bestehenden Visual-Basic-Anwendungen sowie die Anbindung an das bestehende Lotus-Notes-System, das wichtige Daten über Lieferanten enthält. Das System sollte skalierbar sein, um künftig neue Anforderungen schneller abdecken zu können. Weiter sollten zum einen Rückmeldungen in SAP performanter und zuverlässiger erfolgen, die Transaktionen für das Produktionspersonal möglichst einfach gehalten werden und die Benutzeroberflächen der Touch-Screen-Monitore anwenderfreundlich und praxisbezogen sein. Zum anderen sollte die Lösung bezahlbar sein und die Funktionen als Standard zur Verfügung stehen.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von MembrainSFC (Shop-Floor Communication) und der Touch-Screen-Lösung war die Live-Besichtigung bei einem Referenzkunden der Membrain GmbH. Membrain ist ein führender Anbieter von vollintegrierten Lösungen für Produktion und Logistik. Das Produktportfolio reicht von Standardsoftware bis zu komplexen Systemen für die mobile Datenerfassung, die Maschinen- und Betriebsdatenerfassung und Manufacturing Execution Systeme (MES). Membrain Software wurde 2007 mit dem Innovationspreis Mittelstand und 2008 mit dem Industriepreis ausgezeichnet.

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