Prüfschrank für HALT- und HASS-Tests

Produktfehler zum frühestmöglichen Zeitpunkt erkennen

21.07.2008 | Redakteur: Claudia Mallok

HALT-Lebensdauerprüfungen (Highly Accelerated Life Test) und HASS-Belastungs-prüfungen (Highly Accelerated Stress Screening Test) sind sehr effektive Methoden, um Schwachstellen von

HALT-Lebensdauerprüfungen (Highly Accelerated Life Test) und HASS-Belastungs-prüfungen (Highly Accelerated Stress Screening Test) sind sehr effektive Methoden, um Schwachstellen von Produkten innethalb kurzer Zeit zu erkennen.

Beide Verfahren ähneln sich zwar in der Durchführung, in der Zielsetzung unterscheiden sie sich jedoch erheblich. HALT wird vorwiegend in der Produkt-Designphase eingesetzt. Als beschleunigte Lebensdauerprüfung provoziert das HALT-Verfahren Fehler und Ausfälle des Produktes. Die Belastungen durch Temperatur und Vibration werden dabei stufenweise erhöht. Während der Prüfung erfolgt eine Überwachung sämtlicher betriebsrelevanter Funktionen, um Bauteilausfälle bzw. Schwachstellen am Produkt zu erkennen.

Beim HALT-Test werden so Fehler durch gezielte Überbelastung ausgelöst mit dem Ziel, konstruktions- und prozess-bedingte Schwachstellen am Produkt frühzeitig und schnell aufzudecken. Die HALT-Prüfergebnisse und die ermittelten Betriebsgrenzen dienen dann als Grundlage für den HASS-Test.

Mit HASS soll sichergestellt werden, dass die im HALT-Test gefundenen, relevanten Fehler beseitigt sind und nicht mehr auftreten. Der HASS-Test ist eine zerstörungsfreie Prüfung innerhalb festgelegter Belastungsgrenzen mit dem Ziel, dass während der Prüfung keine Fehler mehr am Produkt auftreten. So können in der Endkontrolle von fertigen Produkten fehlerhafte Produkte schnell und sicher herausgefiltert werden.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 263259 / Elektronikfertigung)