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Nachlese IoT-Kongress 2015

Praktische Lösungen fürs Internet der Dinge

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Der Komplexität Cyber-Physikalischer Systeme begegnen

Marco Schmid von Schmid Eelktronik stellte die Vielfalt der Cyber-Physikalischen Systeme (CPS) sowie Methoden zur CPS-Entwicklung vor.
Marco Schmid von Schmid Eelktronik stellte die Vielfalt der Cyber-Physikalischen Systeme (CPS) sowie Methoden zur CPS-Entwicklung vor.
(Bild: Johann Wiesböck)

Mit der Entwicklung Cyber-physikalischer Systeme beschäftigte sich Marco Schmid, der Chef des Schweizer Unternehmens Schmid Elektronik. Er erläuterte den Begriff der Cyber-Physikalischen Systeme (CPS) und stellte einige der von seinem Unternehmen entworfenen Systeme in der Praxis vor, darunter zum Beispiel ein Condition-Monitoring-System für unterseeische Pipelines, Überwachungssysteme für Bauten in Singapur (das größtenteils auf Sand errichtet ist), dynamische Reifentests sowie die Verarbeitung großer Datenmengen in chinesischen Hochgeschwindigkeitszügen.

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Schmid führte aus, dass zur erfolgreichen Entwicklung von CPS drei Elemente unabdingbar seien: ein Aktor-Framework, verschiedene Computing-Modelle sowie ein plattform-basiertes Design. Um die Komplexität solcher Systeme beherrschen zu können, sei zudem eine Programmierumgebung empfehlenswert, die es erlaubt, verschiedene Notationen und Betrachtungsweisen in die Systementwicklung einzubeziehen (zum Beispiel Regelungstechnik, Mathematik sowie klassische Programmierung in C/C++.

Stochastische Methoden zur Anlagenwartung

Dem Thema „Predictive Maintenance“ widmete sich anschließend Moritz von Plate, CEO des in Berlin und der Schweiz ansässigen Startups Cassantec. von Plate stellte ein stochastisches Modell namens Prognostics vor, das mit aktuellen und historischen Daten gefüttert wird und auf dieser Grundlage Voraussagen über eventuelle Ausfälle von Industrieanlagen liefert. Dieses Modell wird unter anderem von einem Schweizer Betreiber von Laufwasserkraftwerken eingesetzt. Ein Anwendungsbeispiel zeigte die Entscheidungshilfe, die das System den Managern liefert – zum Beispiel, die Verlängerung der Restlaufzeit einer Turbine, indem Spitzenlasten vermieden werden.

Boards für das IoT

Wolfgang Lex von Conrad Electronic brachte den Zuhörern die Vielfalt der hardwareplattformen für das IoT nahe.
Wolfgang Lex von Conrad Electronic brachte den Zuhörern die Vielfalt der hardwareplattformen für das IoT nahe.
(Bild: Johann Wiesböck)

Wolfgang Lex von Conrad Electronic stellte diverse Boards vor, die für Anwendungen im Internet der Dinge geeignet sind. Eines davon ist das Sensor-Kit Wunderbar des Berliner Herstellers relayr, das neben einem Mastermodul über sechs verschiedene Sensor- und drahtlose Schnittstellenmodule verfügt.

Das Design von Wunderbar ist an eine Schokoladentafel angelehnt, die verschiedenen Module können frei miteinander kombiniert werden. Darüber hinaus stellte Lex diverse andere Boards vor, darunter das Riotboard, den Einplatinencomputer Banana PI 2, das SimpleLink-Board von Texas Instruments oder die IoT-Plattform PingPong.

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