Mutmacher Positiver Blick in die Zukunft bei Rigol verbunden mit mehr Demut

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Rückblickend war der Messtechnik-Hersteller Rigol recht gut auf die Corona-Pandemie vorbereitet. Von Kurzarbeit war kein Mitarbeiter betroffen. Und der Blick in die Zukunft ist positiv.

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Boris Adlung, Rigol: „Wir sehen die Zukunft sehr positiv, wenn auch mit deutlich mehr Demut nach diesen letzten Wochen.“
Boris Adlung, Rigol: „Wir sehen die Zukunft sehr positiv, wenn auch mit deutlich mehr Demut nach diesen letzten Wochen.“
(Bild: Rigol)

Der Messtechnik-Spezialist Rigol hatte während des Lockdown seine Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, soweit das möglich war. Außerdem gab es flexible Arbeitszeiten, damit Mitarbeiter mit Kindern sie problemlos betreuen konnten. Doch von Kurzarbeit war niemand betroffen. Eher im Gegenteil: Gefragt sind Mitarbeiter in der technischen Applikation. Wer nicht ins Homeoffice gehen konnte, wie die Mitarbeiter im Versand oder Service, wurden räumlich getrennt.

Rigol stellte auch Mietautos, damit niemand im öffentlichen Nahverkehr ins Büro fahren musste. Mit den Kunden und Partnern bleibt Rigol unter anderem in Videowebinaren in Verbindung. Selbst die Sonderpreisaktionen wurden um drei Monate bis Ende Juni 2020 verlängert. Ein wichtiger Aspekt während der letzten Wochen und Monate war, dass sich sehr viel online abspielte.

Monatlicher Newsletter

Kundenbesuche, Messen oder Vorträge waren nicht mehr möglich. Mit einem monatlichen Newsletter will Rigol auch weiterhin mit seinen Kunden in Kontakt bleiben. Der Firmensitz von Rigol mit Entwicklung und Produktion ist in China. Als die Krise in Europa noch kein Thema war, konnte das Unternehmen zwei Wochen nicht produzieren. Als wieder produziert werden konnten, begann die Krise in Europa.

Das wirkte sich auf die Lieferketten aus: In den ersten zwei bis drei Wochen brachen die Lieferketten zusammen. Allerdings hatten wir genug Komponenten auf Vorrat und konnten das Anlaufen der Lieferketten problemlos überbrücken. Diese Lieferketten konnten relativ schnell wieder aufgebaut werden. In Europa hatten wir ebenfalls gut vorgesorgt und haben vor dem Chinesischen Neujahrsfest unser Lager noch einmal aufgefüllt. Wir waren die gesamte Zeit immer lieferfähig.

Erholung Ende 2020

Aktuell geht man bei Rigol von einer Normalisierung Ende Q3 und Q4 aus. Auch auf der electronica im November will das Messtechnik-Unternehmen ausstellen. „Wir rechnen damit, dass der bereits beschlossene Arbeitsschutzstandard Covid-19 auch nach der Krise zu großen Teilen bestehen bleibt“, erzählt Adlung. Generell müssen sich die Leute an ein neues Normal gewöhnen. Dazu gehören beispielsweise Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen oder Gesten wie das Händeschütteln, das jetzt nicht mehr möglich ist. Auch die Option Homeoffice wird mehr als vorher ein Thema bleiben.

„Wir sehen die Zukunft sehr positiv, wenn auch mit deutlich mehr Demut“, brachte es Boris Adlung auf den Punkt.

Diesen Beitrag lesen Sie auch in der Fachzeitschrift ELEKTRONIKPRAXIS Ausgabe 15/2020 (Download PDF)

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