Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI

Politik für erneuerbare Energien fördert Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze

07.06.2009 | Redakteur: Andreas Mühlbauer

Bild: Reinhard Sandbothe/pixelio.de
Bild: Reinhard Sandbothe/pixelio.de

Die Förderung erneuerbarer Energien gibt der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt in der Europäischen Union Auftrieb. Dies ist eines der Schlüsselergebnisse der Employ-RES-Studie. Die Studienergebnisse zeigen, dass durch die Verbesserung der derzeitigen Politik das EU-Ziel eines Anteils von 20% erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bis 2020 erreicht werden kann.

Die Employ-RES-Studie wurde im Auftrag der Generaldirektion Energie und Transport der Europäischen Kommission von einem Forschungskonsortium unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI durchgeführt. Aus dem 20%-Anteil an regenerativen Energien bis 2020 kann sich demnach ein Netto-Beschäftigungseffekt von etwa 410.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen sowie ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,24 % ergeben.

Die Studie untersucht erstmals im Detail die ökonomischen Effekte der Förderung erneuerbarer Energien für die Mitgliedsstaaten der EU. Sie betrachtet dabei nicht nur Arbeitsplätze im Sektor der erneuerbaren Energien, sondern berücksichtigt auch deren Einfluss auf alle anderen Wirtschaftssektoren.

Zwei unabhängige Modelle für größtmögliche Zuverlässigkeit

Der Kommissar für Energie der Europäischen Kommission Andris Piebalgs sagt: „Dies zeigt, dass der Nutzen erneuerbarer Energien im Sinne einer erhöhten Energieversorgungssicherheit und der Bekämpfung des Klimawandels mit volkswirtschaftlichen Vorteilen Hand in Hand gehen kann.“ Der einzigartige Ansatz der Studie liegt darin, dass zwei etablierte, unabhängige makro-ökonomischen Modelle parallel von einander eingesetzt und die jeweiligen Ergebnisse miteinander verglichen werden, um die zukünftigen ökonomischen Einflüsse zu berechnen und größtmögliche Zuverlässigkeit zu erreichen.

Deshalb entwickelten die Forscher des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI zwei Szenarien für die Zukunft erneuerbarer Energieträger: eines BAU (Business As Usual) genannt, das auf der aktuellen Politik basiert und ein zweites ADP (Accelerated Deployment Policies), das eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien annimmt. Charakteristisch für die zwei Szenarien ist, dass

  • das BAU Szenario zu einem Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch von 14% bis 2020 und 17% bis 2030 führt,
  • das ADP Szenario zu einem Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch von 20% bis 2020 und 30% bis 2030 führt.

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