Anschlusskonzepte

Plug & Play-Verbindung für die S7-300-SPS vermeidet Fehler

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Anschlusstechniken lassen sich flexibel kombinieren

Phoenix Contact hat ein wesentliches Augenmerk auf die einheitlich gestaltete Steckzone der Grundklemme gelegt. Auf diese Weise lassen sich die vier unterschiedlichen Anschlusstechniken der steckbaren Reihenklemme flexibel kombinieren. Feldseitig ist eine Ankopplung per Schraub-, Zugfeder-, Schnellanschluss- oder Push-in-Technik möglich. Die Verwendung von Doppelstockklemmen erlaubt die Umsetzung platzsparender Applikationen, indem 20 Kanäle auf 35 mm Baubreite respektive 40 Kanäle auf 70 mm Baubreite untergebracht sind.

Die geringe Baubreite resultiert aus der werkzeuglosen Push-in-Technologie. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Leiter einfach sowie ohne großen Kraftaufwand in die Klemmkammer gesteckt und sicher durch eine Schenkelfeder gegen den Strombalken gedrückt wird. Starre oder flexible Leiter mit Aderendhülse lassen sich so ermüdungsfrei stecken. Zum Lösen muss der Anwender lediglich den orangefarbenen Drücker betätigen und die Kontaktierung des Leiters trennen. Somit ist für die Werkzeugaufnahme keine große Klemmkammer notwendig, sodass die Baubreite der Klemme reduziert werden kann.

Zusätzliche Sicherheit bei der Handhabung gibt auch der Isolierstoff am Drücker der Klemme. Die Unfallverhütungs-Vorschriften untersagen zwar das Arbeiten unter Spannung, doch die Mitarbeiter setzen sich in der Praxis oft über diese Sicherheitsregel hinweg. Ein falsch angeschlossener Draht ist so schnell von einer Klemmstelle auf die nächste verdrahtet – trotz der Gefahr eines elektrischen Schlags. Vor diesem Hintergrund sorgen das komplett gekapselte Gehäuse sowie die fingerberührsichere Grundklemme und die Steckverbinder, in denen sämtliche spannungsführenden Teile berührgeschützt verbaut sind, für den sicheren Umgang mit dem Adapter-System.

Die vorkonfektionierten Adapter sind in verschiedenen Leitungslängen von 0,5 bis 10 m erhältlich. Die steckbaren Messertrennklemmen eröffnen dem Anwender weitere Vorteile, denn sie lassen sich ebenfalls per Plug & Play an die Steuerung anbinden. Im Bedarfsfall oder für Messzwecke können jedoch einzelne Stromkreise durch die Trennmesser aufgetrennt werden. Parallel zur Trennstelle angeordnete Prüfabgriffe erlauben die einfache Erfassung und sichere Überwachung der Signale. Außerdem lässt sich die Trennklemme vom Typ TG/IP durch den Einsatz von speziellen Bauelementen oder Sicherungssteckern zu einer Funktionsklemme umwandeln (Bild 4). Über Sicherungsstecker mit integrierter Ausfallanzeige erkennt der Anwender den aktuellen Zustand der Sicherung. Unterschiedliche Varianten decken alle gängigen Spannungsbereiche ab.

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Da direkt auf die Reihenklemme gesteckt werden kann, lassen sich Applikationen im Vergleich zu einer herkömmlichen Parallelverkabelung sowohl fehlerfrei als auch zu 90% schneller umsetzen. Neben der Zeitersparnis zeichnet sich VIP-Power Cabling dadurch aus, dass selbst einzelne Maschinen- und Anlagenteile auf einfache Weise modular und damit trennbar aufgebaut werden können. Denn durch Nutzung der PIN/PIN-Durchgangsklemmen der Produktfamilie Combi sind die Stecker auf beiden Seiten der Reihenklemme verwendbar. Das erleichtert die Demontage, den Transport und den Wiederaufbau der Module oder ganzer Anlagenteile beim Endkunden. Darüber hinaus schafft die Modularität mehr Flexibilität in der Konstruktion, weil sich die verschiedenen Module miteinander kombinieren lassen.

Die Frontadapter mit angeschlagenen Combi-Steckverbindern werden durch eine Version mit einem offenen Leitungsende im Seilverbund ergänzt. Diese Variante erweist sich als besonders flexibel, da die offenen Leitungsenden auf fast jedes Element im Schaltschrank aufgelegt werden können. Ähnliche am Markt etablierte Produkte sind lediglich für Applikationen mit einer Nennspannung bis 24 V geeignet.

Durch ein spezielles Prüfverfahren von Phoenix Contact lassen sich die neuen Adapter der Produktfamilie VIP-Power Cabling mit offenem Leitungsende hingegen auch für Anwendungen bis maximal 250 V AC/DC und 6 A bei einer Umgebungstemperatur von 40 °C einsetzen. Um die Installation für den Anwender zu vereinfachen, sind die einzelnen Adern durchgängig von 1 bis 20 bei den 20-poligen Baugruppen und von 1 bis 40 bei den 40-poligen Baugruppen beschriftet. Die einseitig vorkonfektionierten Leitungen gewähren dem Anwender eine Zeitersparnis von bis zu 50% gegenüber der herkömmlichen Parallelverdrahtung.

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