Alternative Beleuchtung Plasmalicht-Rohlinge für individuelle Lichtlösungen

Autor / Redakteur: Klaus Wammes * / Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Plasmalicht ist eine Alternative zur LED- und OLED-Beleuchtung. Um Planer bei ihrem Leuchtendesign zu unterstützen, setzt Global LightZ auf den Leuchtling, der quasi ein lichttechnischer Rohling ist.

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Das e³-Plasmalicht: Es bildet die Grundlage für die unterschiedlichsten Lichtlösungen. Um Kunden die größtmögliche Flexibilität zu geben, sind die sogenannten Leuchtlinge die Basis für das individuelle Leuchtenkonzept.
Das e³-Plasmalicht: Es bildet die Grundlage für die unterschiedlichsten Lichtlösungen. Um Kunden die größtmögliche Flexibilität zu geben, sind die sogenannten Leuchtlinge die Basis für das individuelle Leuchtenkonzept.
(Global LightZ)

Aktuell ist die LED und auch die OLED in aller Munde, wenn es um nachhaltiges Licht geht. Mit der e³-Technologie von Global LightZ lässt sich ebenfalls ein energieeffizientes Licht mit geringer Wärmeentwicklung erzeugen, das zudem noch blendfrei, schattenfrei und farblich veränderbar ist. Die Lichtquellen sind je nach Anwendungszweck nahezu beliebig formbar und funktionieren bei sehr hohen und sehr niedrigen Umgebungstemperaturen. Alle Komponenten lassen sich vollständig wiederverwerten.

Lichtquellen auf Basis der e³-Technologie wären somit ideale Kandidaten für die Lichterzeugung in einer Kreislaufwirtschaft (Circular Economy). Sie können in unterschiedlichsten Formen hergestellt werden. Gerade wegen dieser Flexibilität liegen ihre Anwendungsgebiete nicht in der Herstellung von massengefertigten Lichtquellen für den Consumerbereich. Vielmehr bietet sich e³-Licht an für maßgeschneiderte Lichtlösungen in Architektur, Retail Design/Ladenbau, Möbel- und Produktdesign, aber auch Robotik, Maschinenbau und Fahrzeugbau, beispielsweise zur Beleuchtung von U-Bahn- und Eisenbahnwaggons.

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Entwickelt wurde die e³-Technologie für die Hinterleuchtung von Spezialdisplays. In diesem Anwendungsbereich müssen schon von Haus aus zahlreiche optische Parameter miteinander in Einklang gebracht werden. Zusätzlich sind je nach Einsatzzweck sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Beispielsweise müssen Displays auf Schiffen und die darin eingesetzten Lichtquellen Salzwasser vertragen, Anzeigeeinheiten in Fluggeräten in großer Höhe funktionieren oder Lichtquellen für Fahrzeugbau und Robotik sehr schockresistent sein.

Besonders breit gefächert sind die Anwendungsmöglichkeiten des e³-Plasmalichts in der Medizintechnik und Biotechnik. Das ist der Tatsache geschuldet, dass es als „Veränderlicht“ oder „V-Light“ stufenlos in allen Farben des natürlichen Tageslichts einstellbar ist, auch im UV-Bereich. Damit eignet sich eine e³-basierte Lichtversorgung zum Beispiel für die Erzeugung von gesundheitsförderndem, natürlichem Licht in Tageslichtqualität in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, aber auch für den gezielten Einsatz als UV-Strahlendusche gegen saisonal-affektive Störungen oder für die UV-Desinfektion. Außerdem lässt sich aufgrund der Abstrahlcharakteristik von e³-Plasmalicht mit dieser Technologie sehr leicht eine gleichmäßige Verteilung von Licht in der Fläche erzielen. Diese Eigenschaft qualifiziert die e³-Technologie auch für den Einsatz in Lichtmikroskopen unterschiedlicher Typen.

Der Leuchtling als Basis für individuelle Lichtlösungen

Produktdesigner und Architekten müssen spezielle Beleuchtungsaufgaben in der Regel mit dem bestmöglichen Produkt lösen, das auf dem Markt verfügbar ist. Häufig bleiben diese Produkte aber hinter dem zurück, was technisch möglich wäre. Zum Beispiel weil sie zwar in Bezug auf einen isoliert betrachteten Parameter, wie etwa die Lichtausbeute, hervorragende Werte liefern, andere Parameter wie die Toleranz gegenüber hohen oder niedrigen Umgebungstemperaturen aber nicht in gleicher Weise optimiert wurden. Der Lichtspezialist Global LightZ sieht das Licht nicht als fertig konfektionierte Handelsware, sondern als Projekt.

Um die e³-Technologie für jedes individuelle Projekt passend entwickeln, spezifizieren und konfigurieren zu können, hat Global LightZ den Leuchtling entwickelt. Der Begriff, gebildet in Analogie zum technischen Begriff des Rohlings, betont den halbfertigen, mit überschaubarem Aufwand individualisierbaren Charakter dieser Komponenten.

Leuchtlinge sind noch keine fertigen Endkunden-Produkte. Sie sind aber viel mehr als nur Lichtquellen oder Module, denn sie bringen nicht nur die Lichterzeugung samt Ansteuerung bereits mit, sondern auch einfache mechanische und elektrische Schnittstellen. Kunden von Global LightZ müssen also nur noch einen letzten Wertschöpfungsschritt gehen, indem sie die Leuchtlinge so gestalten lassen, dass sie passgenau in die gewünschte Anwendung integriert werden können.

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Was die Plasmalampen auszeichnet

Im Gegensatz zu LED- oder auch OLED-Beleuchtungen kommen die Plasmalampen ohne Kühlkörper aus. Die e³-Technologie und ihre entsprechenden Leuchten ist in die Niederdruckentladungs-Lampen einzuordnen. Verwendet werden Glasröhrchen mit einem Durchmesser von 3 mm. Dabei lassen sie sich in sehr unterschiedlichen Formen herstellen. Die Glasröhrchen sind im inneren mit dotierten Keramiken versehen. Technisch gesehen sind die Plasmalampen eine Weiterentwicklung der bekannten Leuchtstoffröhren. Mit den Lampen lassen sich Farbtemperaturen im Bereich von 2000 bis 10.000 Kelvin erreichen und sie können bei Temperaturen von -35 bis 150 °C betrieben werden.

Als Hybrid zwischen der reinen Lichtquelle und einer wie auch immer gearteten Lichtlösung bringen die Leuchtlinge damit ganz neue Designfreiheit. Das Konzept der Leuchte, in die eine standardmäßige Lichtquelle eingesetzt wird, spielt hier keine Rolle mehr.

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