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Verbindungstechnik Phoenix Contact ist dynamisch ins Jahr 2017 gestartet

| Redakteur: Kristin Rinortner

Phoenix Contact hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Umsatz von knapp 2 Milliarden Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Umsatzzuwachs von 3,2 Prozent. Für das aktuelle Jahr geht das Unternehmen von einem Wachstum von 6,5 Prozent aus.

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Frank Stührenberg: „Phoenix Contact hat das geplante Ziel des Umsatzwachstums von sechs Prozent 2016 nicht erreicht, auch wenn 3,2 Prozent kein schlechtes Ergebnis sind.
Frank Stührenberg: „Phoenix Contact hat das geplante Ziel des Umsatzwachstums von sechs Prozent 2016 nicht erreicht, auch wenn 3,2 Prozent kein schlechtes Ergebnis sind.
(Bild: Phoenix Contact )

„2016 konnte Phoenix Contact einen Umsatzzuwachs von 3,2 Prozent generieren. Im Branchenvergleich sicher kein schlechtes Ergebnis, unser geplantes Ziel von sechs Prozent wurde damit, auch bedingt durch Wechselkurseffekte, aber nicht erreicht“, erklärt Frank Stührenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung, die wirtschaftliche Entwicklung von Phoenix Contact im vergangenen Jahr.

Der Umsatz der Unternehmensgruppe ist damit auf 1,977 Mrd. Euro gestiegen. „In Italien, Russland und Indien konnten wir zum Beispiel sehr positive Umsatzzuwächse zwischen 12 bis 17 Prozent erzielen“, erläutert Stührenberg die unterschiedliche Marktentwicklung. „Das dynamische Wachstum des Elektromobilitätsmarktes bescherte das Tochterunternehmen Phoenix Contact E-Mobility sogar ein Umsatzplus von 70 Prozent.“ 150 Millionen Euro investierte der Hersteller von Industrieelektronik 2016 in den Ausbau der Unternehmensgruppe. 500 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kamen im vergangenen Jahr dazu.

2017 soll die 2-Milliarden-Marke geknackt werden

Für das laufende Jahr erwartet Phoenix Contact ein Umsatzwachstum von rund 6,5%. Stührenberg gibt sich zuversichtlich: „Im ersten Quartal 2017 konnten wir bereits einen sehr guten Umsatzzuwachs von über 12 Prozent verzeichnen. Wir werden 2017 die 2-Milliarden-Euro-Marke überschreiten.“

Rund 150 Mio. Euro will das Unternehmen auch in diesem Jahr in den nationalen und internationalen Ausbau investieren. Am italienischen Standort in Mailand entstehen zum Beispiel zusätzliche Vertriebs- und Schulungskapazitäten mit rund 6000 m². In Indien werden die Produktions- und Logistikkapazitäten mit einer Investition von 5 Mio. Euro erweitert. Am Standort Blomberg wird die Größe des Laborgebäudes von Phoenix Testlab, Prüflabor und Zertifizierungsinstitut für technische Produkte, auf 4000 m² verdoppelt.

Unternehmensbeteiligungen im In- und Ausland

Zu den Investitionen zählen zunehmend auch Unternehmensbeteiligungen. Anfang April hat das Unternehmen die Mauell Netzleittechnik aus Velbert zu 100% übernommen. Mit der Integration des Automatisierungsspezialisten für Energienetze in die Unternehmensgruppe setzt man seine nachhaltige Wachstumsstrategie im Energiemarkt fort.

Ganz aktuell haben die Blomberger das taiwanesische Unternehmen Etherwan System, Hersteller von Ethernet-Kommunikationstechnik in der Automation, übernommen. Beide Firmen arbeiten bereits seit 15 Jahren erfolgreich zusammen. Die Deutschen stärken damit signifikant die Netzwerktechnologie, eine Schlüsseltechnologie für die Digitalisierung. Über die Phoenix Contact Innovention Venture GmbH hat sich die Gruppe im Februar an der SmartB Energy Management GmbH, einem Berliner Start-Up für das Energiemanagement in gewerblichen Gebäuden, beteiligt. Ihre Softwarelösung macht den Energieverbrauch bis auf die Geräteebene transparent.

Offene Steuerungsplattform PLCnext war Highlight auf der Hannover Messe

Auf der Hannover Messe präsentierte Phoenix Contact als Lösungsanbieter von Elektrotechnik, Elektronik und Automation auf rund 2500 qm Ausstellungsfläche seine zukunftsweisenden Technologien. Im Zentrum des Messeauftritts standen Lösungen für die Digitalisierung, die sich an den Aufgabenfeldern von Industrie 4.0 wie einfache Bedienung, sichere Kommunikation, Anpassungsfähigkeit oder eine durchgängige digitale Beschreibung der Produkte orientieren.

Mit der offenen Steuerungsplattform PLCnext, die im Mittelpunkt der Präsentation in Hannover stand, leitete das Blomberger Unternehmen einen Paradigmenwechsel ein, hin zu Open Source-basierten Steuerungslösungen für die Industrie 4.0. „Traditionell ist die Hannover Messe die wichtigste internationale Messe für uns“, bestätigt Stührenberg. „In diesem Jahr stellen wir mehr als 100 neue Innovationen vor und erwarten Besucherdelegationen aus 50 Ländern mit mehr als 1200 Gästen.“

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