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Phoenix Contact durchbricht zwei Milliarden Umsatzgrenze

| Redakteur: Kristin Rinortner

Fast die gesamte Branche verzeichnet ein zweistelliges Umsatzwachstum im Jahr 2017. Dazu gehört auch Phoenix Contact, allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass der Umsatz die Grenze von zwei Miliarden Euro überschritten hat.

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Roland Bent, Phoenix Contact: „Wir hatten 2016 ein weltweites Wachstum über alle Märkte von 11,5%.“
Roland Bent, Phoenix Contact: „Wir hatten 2016 ein weltweites Wachstum über alle Märkte von 11,5%.“
(Bild: Phoenix Contact)

„Uns geht es gut“, erklärt Roland Bent, Chief Technology Officer bei Phoenix Contact. Im Jahr 2007 habe man die erste Umsatz-Milliarde erreicht, vor kurzem die zweite Milliarde. Das wurde getragen von einem dynamischen Umsatzwachstum von aktuell 11,5 Prozent.

Damit blickt das Unternehmen erstmals seit 2007 wieder auf ein zweistelliges Wachstum zurück. Basis dieser Marktdynamik sei das nachhaltige Strategie- und Strukturprogramm „Agenda 2023“, das die Zukunftsausrichtung des Unternehmens in der vergangenen Zeit definiert hat, so Bent.

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„Schon im letzten Jahr haben wir mit einem Gesamtumsatz von 1,977 Mrd. Euro das geplante Umsatzziel von 2 Mrd. Euro knapp verfehlt“, erklärt Bent. Negative Währungseffekte waren ein Grund. „Betrachtet man den Verlauf des Umsatzes, dann war im 4. Quartal 2016 bereits eine deutliche Marktbelebung zu spüren. Dieser positive Trend hat sich 2017 verstetigt, so dass in diesem Jahr sowohl das Marktwachstum als auch das Wachstum in Euro bei rund 11,5 % liegen“, erläutert der CTO.

Währungseffekte hoben sich in der aktuellen Jahresbetrachtung nahezu vollständig auf. „Die teilweise turbulente Marktentwicklung – in einigen Bereichen beträgt das Wachstum mehr als 20% – hat zu erheblichen Herausforderungen in der Lieferkette geführt“, erklärt Bent weiter. Das ist beispielsweise bei Steckverbindern der Formate M8 und M12 der Fall. Höchste Priorität habe und hatte die Optimierung der Lieferzeiten, so dass man laut Bent immer noch einen hohen Grad des Lieferservice erreichen könne.

„Betrachtet man die weltweite Umsatzentwicklung, dann gibt es relativ einheitlich, über alle Märkte hinweg, gute Wachstumszahlen“, so Bent weiter. Der chinesische Markt hat sich nach drei Schwächejahren mit zweistelligem Wachstum deutlich erholt. Eine ähnliche Situation gibt es in den USA. Nachdem 2016 die US-Geschäftsentwicklung auf dem Niveau des Vorjahres stagnierte, zeichnet sich für dieses Jahr ein deutliches Wachstum im oberen einstelligen Bereich ab.

Das gute Wachstum in Europa von 2016 setzt sich unverändert fort. Auch hier liegt es im oberen einstelligen Bereich. Deutschland ist mit 30% Anteil am weltweiten Umsatz immer noch der bedeutendste Markt für Phoenix Contact. „Das derzeitige Wachstum in Deutschland können wir als außergewöhnlich bezeichnen. Erstmalig seit Jahren verzeichnen wir ein Umsatzplus oberhalb der Zehn-Prozentmarke“, meint Bent weiter.

Ein Resultat aus der erheblichen, durch den Markt getriebenen Absatzentwicklung ist eine deutliche Erweiterung der Produktionskapazität, auch durch die Inbetriebnahme zweier neuer Produktionshallen am polnischen Standort in Nowy Tomysl mit einer Fläche von 23000 qm.

Die Aufwendungen für Investitionen lagen in diesem Jahr wieder bei rund 7% und für Forschung und Entwicklung bei rund 6% des weltweiten Umsatzes. Die Mitarbeiterzahl stieg 2017 um rund 1200 auf mehr als 16.000 an. In Deutschland gab es einen Personalaufbau von rund 500 Mitarbeitern.

Aktuell sieht Bent keine Anzeichen für eine Abschwächung der positiven Marktentwicklung. „Wir gehen daher von einem Umsatzwachstum von weiterhin etwas über zehn Prozent und damit einem absoluten Wachstum von über 200 Millionen Euro und einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro zum Jahresende aus“.

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