Philips prüft Verkauf des Geschäfts mit Haushaltsgeräten

| Redakteur: Julia Schmidt

Philips bietet etwa mit der Azurion-Plattform um FlexArm und der Integration intelligenter Katheter Lösungen für die bildgesteuerte Therapie.
Philips bietet etwa mit der Azurion-Plattform um FlexArm und der Integration intelligenter Katheter Lösungen für die bildgesteuerte Therapie. (Bild: Philips)

Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips will die Optionen für einen Verkauf seines Geschäfts mit Haushaltsgeräten prüfen. Das hat der Konzern am Dienstag in Amsterdam bekanntgegeben.

Dazu soll innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate eine separate rechtliche Struktur der Sparte geschaffen werden. Das Geschäft mit Küchengeräten, Kaffee-, Textil- und Haushaltsgeräten hat im Gesamtjahr 2019 laut Unternehmensangaben 2,3 Milliarden Euro umgesetzt.

Die Leistung des Geschäfts mit Haushaltsgeräten habe sich in den vergangenen Jahren zwar verbessert, erklärte das Management, allerdings wolle sich das Unternehmen künftig mehr auf seinen Kernbereich Medizintechnik konzentrieren. Es passe strategisch nicht mehr zum Portfolio. Konzernchef Frans van Houten hat den Konzern in den vergangenen Jahren bereits weg von Elektronik und stärker auf Medizintechnik ausgerichtet.

Gleichzeitig veröffentlichte Philips am Dienstag seine Zahlen für das vierte Quartal: Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungseinflüsse sowie Zu- und Verkäufe, um 3 Prozent auf 6 Milliarden Euro. Analysten hatten allerdings etwas mehr erwartet. Besonders stark entwickelte sich China mit einem zweistelligen Wachstum, wie das Unternehmen mitteilte. Schwach lief dagegen das Geschäft in Westeuropa mit nur 2 Prozent. Der Nettogewinn sank im Vergleich zum Vorjahr von 673 auf 556 Millionen Euro. Als Grund für den Rückgang führt der Konzern auch höhere Steuern an.

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