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Perseverance: Neuer Nasa-Rover startet im Juli zum Mars

| Autor / Redakteur: Christina Horsten, dpa / Sebastian Gerstl

Gerade hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit der Firma SpaceX zusammen erstmals wieder selbst Raumfahrer aus den USA ins All geschickt, da steht schon der nächste spektakuläre und mit Spannung erwartete Start an: Mit „Perseverance“ soll ein neuer Rover zum Mars aufbrechen.

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Rendergrafik des Nasa-Rovers Perseverance. Der nächste Mars-Rover der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll Mitte Juli zum Mars starten.
Rendergrafik des Nasa-Rovers Perseverance. Der nächste Mars-Rover der US-Raumfahrtbehörde Nasa soll Mitte Juli zum Mars starten.
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

„“ - „Nennt mich Perseverance“, heißt es auf dem Twitter-Profil des nächsten Mars-Rovers der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Hobbys: Fotografieren, Steine sammeln und Offroad-Fahren. Im Juli soll der rund 1000 Kilogramm schwere unbemannte Rover von der Größe eines Kleinwagens zum Mars starten - «angetrieben davon, nach Spuren von früherem Leben zu suchen, neue Technologien für die Zukunft menschlicher Exploration zu testen und die ersten Steinproben zu sammeln, die wieder zur Erde zurückgebracht werden sollen“.

Schon steht die nächste Kollaboration zwischen SpaceX und NASA an

Rund zwei Monate nach dem Start des CrewDragon, mit dem die Nasa gemeinsam mit dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX erstmals seit neun Jahren wieder US-Astronauten von den USA aus zur Internationalen Raumstation ISS beförderte, steht mit der Perseverance-Mission der nächste mit Spannung erwartete spektakuläre Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida an.

Geplant ist der Start derzeit für den 17. Juli. Falls Technik oder Wetter nicht mitspielen sollten, wären bis zum 5. August weitere Versuche möglich. Beobachter hatten zuvor befürchtet, dass die Corona-Krise den Zeitplan durcheinanderbringen könnte. Die Landung im bislang noch nie vor Ort untersuchten Jezero Crater, einem ausgetrockneten See auf dem Mars, ist für Februar 2021 anvisiert.

Seit 1997: Eine kurze Geschichte der Mars-Rover

Seinen Namen, der auf Deutsch etwa Durchhaltevermögen bedeutet, hat Perseverance von einem Siebtklässler aus dem US-Bundesstaat Virginia, der ihn der Nasa vorschlug. Zuvor war der rund 2,5 Milliarden Dollar teure Roboter rund acht Jahre lang unter dem Arbeitstitel „Mars 2020“ entworfen und gebaut worden. An Bord hat der Rover neben viel Technik auch die Namen von knapp elf Millionen Menschen, die sie nach einem entsprechenden Aufruf eingesandt hatten, gebrannt auf drei fingernagelgroße Chips.

Perseverance wäre bereits der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars bringen würde. 1997 landete der Sojourner, der nur rund drei Monate lang mit der Erde kommunizierte. 2004 folgten die Zwillingsrover Spirit und Opportunity. Die Kommunikation zu Spirit ging 2007 in einem riesigen Staubsturm verloren,

2012 landete Curiosity, dessen Team seitdem auch über die sozialen Netzwerke Wissenschaftler und Fans mit Neuigkeiten und Fotos versorgt und den Roboter so zum Publikumsliebling werden ließ. Unter anderem schaffte es 2018 zudem der stationäre Nasa-Lander InSight zum Mars, außerdem kreisen mehrere Sonden um den Roten Planeten.

Perseverance ist eine Art Curiosity 2.0 - unter anderem mit 7 wissenschaftlichen Instrumenten, 2 Mikrofonen, 23 Kameras, einem Laser und sogar einem kleinen Hubschrauber an Bord. Die guten und schlechten Erfahrungen aller vorherigen Missionen haben die Nasa-Wissenschaftler bei der Perseverance-Planung zusammengebracht - aber Mars-Missionen bleiben eine große Herausforderung. Besonders die Landungen gelten als extrem schwierig, nur rund 40 Prozent aller bisher weltweit gestarteten Mars-Missionen waren erfolgreich. 2016 war etwa die Sonde Schiaparelli der europäischen Raumfahrtagentur Esa infolge eines Computerfehlers beim Landeanflug abgestürzt.

Während die Coronavirus-Pandemie sowie Massenproteste gegen Rassismus und Polizeibrutalität die Welt in Atem halten, ist die Nasa im Hinblick auf die Mars-Mission von Perseverance optimistisch - wie Rover-Kollege Curiosity via Twitter betont: „Jetzt mehr denn je brauchen wir Durchhaltevermögen.

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